Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Alexander von Humboldt erkennt noch auf der Höhe ſeines Ruhms und am Ziele ſeiner großen Miſſion Forſtern als»ſeinen berühmten Lehrer und Freund« an, wobei er ſagt:

»Durch ihn begann eine neue Aera wiſſenſchaftlicher Reiſen, deren Zweck vergleichende Länder⸗ und Völker⸗ kunde iſt. Mit einem feinen äſthetiſchen Gefühle be⸗ gabt, in ſich bewahrend die lebensfriſchen Bilder, welche auf Taheiti und andern, damals glücklichern Eilanden der Südſee ſeine Phantaſie erfüllt hatten, ſchilderte Georg Forſter mit Anmuth die wechſelnden Vegetations⸗ ſtufen, die klimatiſchen Verhältniſſe, die Nahrungsſtoffe in Beziehung auf die Geſittung der Menſchen nach Ver⸗ ſchiedenheit ihrer urſprünglichen Wohnſitze und ihrer Abſtammung.

Aber auch dieſes ſo edle, gefühlreiche, immer hof fende Leben durfte kein glückliches ſein!«

Wir übergehen Schiller's ſchmähende Penien auf den unglücklichen Todten. Sie ehren weder den Dichter noch ſeine Diſtichen, und Forſter verdiente dieſe matten Pfeile durch die Wärme nicht, womit er früher in einem Aufſatze gegen den Dichter Heinrich von Kleiſt ſich Schiller's angenommen hatte. Perſönlich ſcheinen beide, durch Enthuſiasmus für Völkerfreiheit ſogar verwandte Geiſter nicht in Berührung gekommen zu ſein.

Und ſchließen mit der koſtbarſten Hinterlaſſenſchaft des edlen Mannes. In Huber's Biographie heißt es:

»Heiliger durch Forſter's Tod erſchien für Huber die Pflicht gegen deſſen Familie, und vier Monate nach⸗