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für ihn gerade in einer Zeit überſpannter und oft ver⸗ kehrter Beſtrebungen, da die Einen in rouſſeau'ſchem Überdruß nach Rückpfaden zum Naturſtand umblickten, die Andern gerade auf den Abwegen der modernen Bil⸗ dung nicht raſch genug vorwärts kommen konnten. Sein geſunder Sinn ſuchte nach einem Durchſchnitte der Kultur und der Natur im Völkerleben. Die Faulflecken der Cioiliſation, früh genug von ihm in Rußland und Eng— land durchſchaut, beirrten ſein Auge nicht, um die An— ſätze der, wie es ſcheint, unvermeidlichen Entwicklungs⸗ krankheiten der Menſchheit nicht auch ſchon am Kindes⸗ völkchen auf den Südſee⸗Inſeln zu entdecken.— Wir geben einige Proben dieſer Anſätze aus der Reiſebe⸗ ſchreibung.
Wenn Cook nach einigem Aufenthalt auf Tahiti bei einer Audienz unter freiem Himmel dem König Aheatua ein Stück rothen Boi, ein Betttuch, eine breite Zimmer⸗ axt, ein Meſſer, Nägel und Corallen überreicht, das umherſtehende braun⸗nackte Völkchen darüber ſein ſtau⸗ nendes»Au⸗wäh« jubelt, aber ſo wenig in allertiefſter Ehrfurcht erſtirbt, daß des Königs Leute mit Stöcken und»Manu«⸗Ruf Ruhe und Stille ſchaffen müſſen; wenn der König dann als Entgegnung dem Schiffvolke Cook's auf den andern Tag Schweine zu ſchicken ver⸗ ſpricht: wie einfach erſcheint dieſer diplomatiſche Verkehr! Und doch findet Forſter ſchon zu bemerken:»Wir rech⸗ neten nicht darauf; denn ſo wenig Klein⸗Tahiti als ein hochverfeinerter Staat angeſehen werden kann, ſo hatten wir doch ſchon gefunden, daß ſich von der thätigen Gut⸗ herzigkeit, welche uns der Mittelſtand durch Gaſtfreibeit


