VI haber ihren zerſtörenden Gang durch Kurheſſen. Es geſchahen jene Dinge, die— noch friſch genug im Andenken der erſtaunten Welt, es allzubegreiflich machen, daß ein gegen das Recht und Wohl ſeines Vaterlandes nicht gleichgültiger Mann jene Samm— lung und Erhebung der Seele, die zu einer poeti— ſchen Production erfordert wird, auf lange Zeit ver⸗ loren geben mußte. Als daher am 1. November die bairiſchen Executions⸗Truppen in Hanau ein⸗ rückten, legte der Verfaſſer die Anfänge ſeiner Arbeit bei Seite, und nahm das Billet der auch ihm zuge⸗ theilten Einquartierung in Empfang. Und doch blieb inmitten all' der Entrüſtung und Verwünſchungen, die um ihn laut wurden, und zu denen auch die edelſten Herzen zu verwildern Gefahr liefen, nur Zuflucht hinter einer Geiſt und Gemüth anſprechen⸗ den Arbeit. Nur mußte es ein Werk ſein, wie es nicht ſowohl durch ſchaffende Phantaſie, als durch bedeut⸗ ſame und einheitliche Verknüpfung gegebener That ſachen zu Stande kömmt.
Wie ich nun eines dämmernden Abends, unter bairiſchem Appell und Getoſe auf dem Marktplatze, nach einer ſolchen Aufgabe ſuchend, in meinem Seſſel liege,— ſiehe da wurde es um die Glasthüre meines Bücherſchrankes hell und heller; ein Strahl fiel durch eine Scheibe, hinter welcher die neun Bände von
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