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lichen Bewegung mehr herausgehoben. Ich meine das Verhältniß der beſondern Menſchenſeele zur religiöſen
Atmosphäre, worin ſie das Ewige athmet. Ich ſelber
habe(und bei dieſen Worten fiel aus den niederge⸗
ſchlagenen Augenwimpern ein leichtes Roth über ihre
Wangen) in jüngſter Zeit an mir erfahren, daß ein
verlaſſ'nes Menſchenkind bei jeder Wendung ſeiner
Lebenslage dem Ewigrettenden in der Welt eine neu⸗
bedürftige Seite zukehrt; ſo, möchte ich ſagen, wie
jede von der Pflugſchar umgeſtürzte Ackerſcholle mit
ihrer dunkeln, näßlichen Krume Licht und Lebensluft
begierig einſaugt, bis die feuchte Wange trocknet und
’ nach himmliſchem Regen dürſtet. Denke man ſich ein
1 im Weltleben von wechſelnden Genüſſen, von unbe⸗
Vergängliche ausgetrocknetes Herz, in welchem durch 9
V herrſchten Begierden, von tiefſter Hingebung an das 1 f 1
Unglück oder Erſchöpfung plötzlich das Bedürfniß des
Religiöſen erwacht: er wird gewiß ganz andere, darf „
ich ſagen— handgreifliche Befriedigung verlangen,
als eine Seele die ſo glücklich geführt wurde, daß ſie
in ſittlichem Thun und Laſſen nie ganz aus dem Ver⸗
kehr mit Dem fallen konnte, was uns Göttliches um—
gibt. Jenes Herz war vielleicht ſelbſt in ſeinem ſinn⸗
lichen Leben ſchon nicht ſelbſtändig, und hing an einer
führenden Liebe, die ihm verführend ward, oder es war
das Herz einer Mutter, die unter eitelem, weltſüchtigen


