Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
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Pauline Platon die Geſellſchafterin der Wittwe des Banquier Weihland, ſaß an einem hellen Win⸗ termorgen am Fenſter. Nur in Gedanken beſchaͤfti⸗ get, ließ ſie die ſonſt ſo fleißigen Haͤnde, denen die Arbeit entſunken ſchien, laͤſſig in ihrem Schoße ru⸗ hen. Die Kaͤlte, womit der Februar ſein Recht ſtrenge behauptete, flimmerte noch an den Scheiben, wie auch der ſaͤulenfoͤrmige Ofen ſpruͤhte und gluͤhte; drau⸗ ßen aber warf die Sonne funkelnde Blicke auf die weißen Daͤcher und vergoldete den Rauch der Eſſen. In ſilbernem Geſtaͤube loͤſete ſich der Schnee aus ſei⸗ nen feſten Lagen, zitterte ſchwebend um den Hoͤhen rand der Gebaͤude, und miſchte ſich mit dem klaren Blau der Luft. Mit betrachtendem Tiefſinn ſchauete Pauline in das blendende Spiel, leuchtend umfloß der Wiederſchein die beſcheidene Geſtalt, in ihren Au⸗ gen von ſchoͤnſter dunkler Ätherfarbe, glaͤnzte ein feuch⸗ ter Schimmer, und vor dem ſanften Hauche ihres Mundes ſchlich ein Troͤpflein nach dem andern leiſe an dem Froſt des Fenſters nieder. Hanke Wittwen Ir Theil. 1