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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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oder aus Widerwillen, ſondern aus Vernunftgruͤnden und ſittlichem Gefuͤhle ſcheiden laſſen.*)

Dies ſind mir ſonderbare Anſichten. Ob ich mich indeſſen gleich nicht zu ihnen bekennen kann, ſo bemerke ich doch mit Vergnuͤgen eine große Aehnlichkeit zwiſchen uns beiden. Denn, auf jeden Fall haben Sie geliebt, und nach Ihrem Character zu urtheilen, bin ich uͤberzeugt, daß Sie im Kurzen eine vierte Liebſchaft haben werden.

Dies iſt bereits der Fall.

Wie ſo?

Und zwar habe ich mit Ihnen noch dieſe Aehn⸗ lichkeit, daß der Gegenſtand meiner vierten Ver⸗ irrung dieſe Athenais iſt, die Ihnen den Kopf verdreht hat.

Iſt's moͤglich! doch, darf mich dies wundern? Kann man ſie denn ſehen, ohne ſie anzubeten!

Dieſe Verirrung iſt indeſſen nicht von langer Dauer geweſen. Sie war mit meinem Syſtem be⸗ kannt, und, als ich ihr meine Liebe erklaͤrte, antwor⸗ tete ſie mir laͤchelnd, daß ich mich irre und ſie fuͤr

*) Dies war in der That Werners Grundſatz; alles hier Geſagte, die drei Heirathen, die drei Scheidungen, iſt buchſtaͤblich wahr.