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Das Schloss von Coppet im Jahre 1807 : historische Novelle / aus dem Nachlasse der Gräfin von Genlis. Nach dem Franz. frei bearb. von C. G. Hennig
Entstehung
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ſind in Lauſanne ſehr krank und ſehr truͤbſinnig ange⸗ kommen.

In der That hatte ich das Veſtland zu Wie⸗ derherſtellung meiner Geſundheit beſucht. Bittere Kraͤnkungen, einen ungluͤckliche Liebe hatten mich veran⸗ laßt, England zu verlaſſen; gerade in dieſem Augen⸗ blicke brach der Krieg aus, und nun wurde mir die Ruͤck⸗

7 kehr in's Vaterland unmoͤglich. Ich war Gefangener; indeſſen war mein Gefaͤngniß weitlaͤuftig genug, denn es umfaßte alle Laͤnder, die Bonaparte's unbeugſamer Arm

. beherrſchte. Ich beſuchte zu meiner Zerſtreuung das laͤnd⸗ liche Feſt in Interlacken; es that meinem verwunde⸗ ten Herzen wohl, in dieſen Zeiten allgemeiner Knecht⸗

4* ſchaft der ruͤhrenden Erinnerungsfeier an eine einſt . errungene Freiheit beizuwohnen. Die in Coppet leben⸗ den Verbannten, nahmen, gleich mir, an dieſem er⸗

hebenden Feſte Theil, und meine jetzige Stellung als

Gefangener zog mich zu denjenigen hin, deren Schick⸗

ſal einige Aehnlichkeit mit dem meinigen hatte. Mit einem Worte, die Bekanntſchaft der Frau von Stael und ihrer jungen Freundin, war fuͤr mich eine ſo merk⸗ wuͤrdige Erſcheinung, das ſie mir ſeitdem nicht wieder aus dem Gedanken gekommen iſt. Ich weiß nicht, ein Zauber ſich uͤber mein ganzes Weſen verbrei⸗ 3