Teil eines Werkes 
1. Theil (1817)
Entstehung
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wnrr 155 dnns hatte, ging ſie mit uns im Garten, oder im Wäldchen ſpazieren, und fand Vergnügen daran, die Blumen ſelbſt zu warten; doch ſeit vier bis fünf Monathen iſt eine auffal⸗ lende Veränderung an ihr vorgegangen. Sie ſcheint beynahe in keiner anderen Unterhal⸗ tung mehr Vergnügen zu finden, als in dem Geſange einer Ode geiſtlichen Inhalts, zu der ſie ſelbſt die Muſik verfaßt hat. Ihr En⸗ thuſiasmus für den Text dieſer Ode geht ſo weit, daß ich ſie oft in Thränen beynahe zer⸗ fließen ſah. Thereſa bath ſie einſt um dieſe Ode und die Muſik dazu:Nein, erwie⸗ derte ſie,ich bin zu eiferſüchtig auf dieſes theure unſchätzbare Kleinod meines Herzens, niemand außer mir darf ſie ſingen. Ich glaube dieſe einzige Eitelkeit zu beſitzen, aber auch die einzige zu ſeyn, die ſie mit jenem Aus⸗ drucke, der ihrem Gegenſtande entſpricht, zu ſingen weiß. Welchen Eindruck mußten dieſe und ähnliche Erzählungen auf mein Herz machen! Meine Leidenſchaft, die ſich ſchon in ihrem erſten Entſtehen ſo gewaltſam angekündigt hatte, ſtieg auf's Außerſte,