Aſſalini. Aſſcherade. Aſſelin. Aſſelince. 323
Ambroſienhoſpitals. Aſſalini wohnte auch dem Feldzuge in Ruß⸗ land bei, wo ihn der Froſt hart traf; ferner den Feldzügen in Sachſen und Italien, und mußte nach der Abdankung Napoleons Mailand, wo er ſich aufhielt, ſchnell verlaſſen. Doch iſt er ſeit⸗ dem wieder in dieſe Stadt zurückgekommen, und bekleidet daſellſt, wie man ſagt, die Stelle eines Profeſſors der Chirurgie. Außer der oben gedachten Darſtellung hat er ein chirurgiſches Ma⸗ nual, auch eine Abhandlung über Augenkrankheiten geſchrieben. Auch iſt er Erfinder mehrerer chirurgiſchen Inſtrumente.
Aſſcherade(Karl Guſtav Schulz von), ſchwediſcher Geſandter am Berliner Hofe, hat ein Werk in lateiniſcher Sprache herausgegeben, deſſen Hauptgegenſtand der ſiebenjährige Krieg iſt, das ſich aber auch über andere Begebenheiten des 18. Jahrhunderts verbreitet. Der Verfaſſer beginnt mit dem Erdbe⸗ ben zu Liſſabon, und endet mit Gedanken über Charakter und Sit⸗ ten des 18. Säkulums. Er ſtarb 1799 zu Stockholm.
Aſſelin, ehemaliger Maire von Cherbourg, wurde daſelbſt nach dem 18. Brumaire Unter⸗Präfekt. 1815 erwählte ihn das Dexpartement von der Manche(Normandie) zum Oeputirten in der Repräſentantenkammer. Man ſchreibt ihm eine Ausgabe der Vau⸗ devires, von Olivier Baſſelin, mit einer Vorrede und Bemer⸗ kungen, zu. Dieſe Arbeit kann für Charles Nodier, der eine neue Ausgabe der Poeſteen jenes normänniſchen Dichters und Müllers veranſtaltet, von Nutzen ſeyn.
Aſſelin, ehemaliger Advokat, war nachher einer der gemä⸗ ßigſten Deputirten der Nat. Convention, wozu ihn das Departe⸗ ment von der Somme(Picardie) erwählte. In dem Prozeſſe Lud⸗ wigs XVI. ſtimmte er für Gefangenhaltung oder Verbannung bis zum Frieden. Er iſt als Schriftſteller bekannt.
Aſſeline(Johann Réné), Biſchof von Boulogne, iſt zu Paris 1742 geboren. Sein Vater war Stallknecht beim Herzog von Orleans. Dieſes Haus ließ dem jungen Aſſeline auf der Pa⸗ riſer Univerſität eine ausgezeichnete Erziehung geben. Er ſtudirte vorzüglich die orientaliſchen Sprachen, betrat ſehr jung, nach dem Abbé Ladvocat, den Lehrſtuhl der hebräiſchen, und behielt ihn, ſo wie den eines Großvikarius des Erzbiſchofs von Paris, bis zur Revolution. Ohne die damals herrſchenden Grundſätze würde er nicht Biſchof geworden ſeyn. Der Adel ſetzte ſich dagegen. Aber Ludwig XVI., als er von den Tugenden und Kenntniſſen Aſſeli⸗ ne's unterrichtet ward, ſagte:„Dies iſt gerade ein Biſchof, wie


