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212 Andigné. Andigné von Maineuf. Andlaw.
der Revolution des 18. Brumaire, die dem General Bonaparte die Leitung der Geſchäfte verlieh, kam d'Andigné während des Auf⸗ ſchubs der Feindſeligkeiten nach Paris, wo er mit den royaliſti⸗ ſchen Agenten conferirte. Als er hierauf eine Audienz bei dem er⸗
ſten Konſul erhielt, ſchlug er dieſem vor, die Monarchie wieder.
herzuſtellen, und erſuchte ihn, die Familie der Bourbons wieder auf den Thron zu ſetzen. Dieſe Unterhandlung hatte keinen Erfolg, und im folgenden Jahr, nach der Exploſion der Höllenmaſchine, welches Verbrechen man anfangs den Jakobinern zur Laſt legte, aber es bald für das der entgegengeſetzten Partei erkannte, wurde der Ritter d'Andigné in das Schloß von Joux gefangen geſetzt, aus dem er nicht ohne große Mühe entwiſchte. Man wuͤrde ſeiner zum zweitenmale habhaft, als George Cadoudal verurtheilt ward, und brachte ihn in die Citadelle von Beſangon. Aber er hatte nochmals das Glück, nach einigen Monaten zu enkommen. Er war nach Frankfurt am Main entflohen, und erhielt auch dort in Zeiten Nachricht, daß ein Befehl, ihn nach Paris zu führen, unter Wegs ſey. Schnell verließ er ſeinen Zufluchtsort, und nachdem er in verſchiedenen Gegenden Deutſchlands umhergeirrt war, ging er heimlich nach England hinüber. Im Jahr 1813 kehrte er von dort nach Frankreich zurück. Er erhielt in den Weſtdepartementen, an dem Ufer der Loire, den Befehl über eine Diviſion, von welcher er 1799 Generalmajor geweſen. Nach der Reſtauration ging dieſer Mann wieder nach Paris, und empfing den Grad eines Maréchal⸗ de⸗Camp. Aber als Rapoleon 1815 wieder kam, ergriff er von neuem die Waffen in den Weſtdepartementen, und erkämpfte einige ſchwache Vortheile, vorzüglich bei Auray. Nach der zweiten Re⸗ ſtauration wurde er Präſident des Wahlkollegiums von Maine und Loire, und hierauf Pair von Frankreich.
Andigné von Maineuf(der Graf), ward 1815 von dem Dep. Maine und Loire in die Deputirtenkammer gewählt. Er ſaß immer auf der rechten Seite, und ſtimmte in der Sitzung von 1849— 20 für die Ansnahme⸗Geſetze und das neue Wahlgeſetz.
Andlaw oder Andelau von Homburg(Friedrich An⸗ ton Marcus, Graf von), St. Ludwigsritter und Offzzier der Ehrenlegion, ward 1736 aus einer adlichen Familie im Elſaß ge⸗ boren, und vermählte ſich mit der Tochter des Philoſophen Hel⸗ vetius. Er trat frühe in die militäriſche Laufbahn, war anfangs Subaltern⸗Offizier, und darauf Obriſtlieutenant des Regiments


