Teil eines Werkes 
1. Bd. (1821) Neue Biographie der Zeitgenossen, oder historisch-pragmatische Darstellung des Lebens aller derjenigen, die seit dem Anfange der französischen Revolution durch ihre Handlungen, Schriften, Irrthümer oder Verbrechen, sowohl in Frankreich, als im Auslande, Berühmtheit erlangt haben. 1. Bd.
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4182. Amar,

verfolgen; er ſchonte ſelbſt ſeine Partei nicht, und machte einen Bericht gegen Chabot, Bazire und Fabre d'Eglantine, um zu be⸗ weiſen, daß dieſe Deputirten, mit Delaunay von Angers und Jul⸗ lien von Toulouſe ſich auf Koſten der Republik bereichern gewollt, und daß die Verfügungen des Dekrets, welches das Intereſſe der Nation bei der indiſchen Compagnie ordnete, von ihnen verfälſcht worden ſey. Dieſe Handlungsweiſe erwarb ihm gefährliche Feinde. Hebert denuncirte ihn bei den Cordeliers als einen Adelichen, als einen Verſchwörer und verſteckten Ariſtokraten, der die Freunde der Freiheit verderben wollte, indem er ſie gegen einander aufhetze. Weit entfernt, unter der Laſt dieſer Beſchuldigungen zu erliegen, klagte er ſelbſt Hébert und ſeine Genoſſen an, welche auch ohne Säumen Bazire, Chabot und Fabre d' Eglantine auf das Schaffott folgten. Am 4. April 1794 wurde er Präſident der Nat. Conven⸗ tion, und machte in dieſer Eigenſchaft dem Kanonier Gechter ein Geſchenk; auch verkündigte er, auf ein Geſuch der Einwohner von Franciade(St. Denis), die Anſprüche J. J. Rouſſeau's auf Unſterblichkeit und die Ehre des Pantheons. Den 8. Thermidor (25. Juli) vereinte er ſich mit den Deputirten, welche, wie er, das Vorhaben Robespierre’s fürchteten, wagte es, ſich gegen deſſen Beſchuldigungen zu erheben, und forderte ihn auf, ſie gengau darzulegen. Auf dieſe Art trug er zum Erfolg des 9. bei. Demungeachtet wurde er am 11. Fructidor(28. Auguſt) von Le⸗ cointre aus Verſailles als Mitſchuldiger des nämlichen Robespierre angeklagt; aber es gelang ihm, ein Dekret zu erhalten, welches ſein Betragen mit dem Nationalwunſch übereinſtim⸗ mend erklärte. Als Collot d'Herbois, Billaud Varennes und Barrère, Mitglieder des ehemaligen Heilsausſchuſſes, am 12. Germinal 3.(1. April 1795) zur Deportation verurtheilt waren, übernahm Amar ihre Vertheidigung. Seine Ergebenheit zog ihn mit in ihr Verderben. Er wurde verhaftet und nach dem Schloſſe Ham(in der Picardie) geführt. Man entdeckte damals einen Brief⸗ in welchem er dem Revolutions⸗Ausſchuß vorwarf, daß es nicht den Betrag des Vermögens derienigen Perſonen, die er verhaften ließ, angebe. Nach einigen Monaten ward er wieder in Freiheit geſetzt. Das Amneſtiegeſetz vom 4. Brumaire 4. zerbrach ſeine Feſſeln. Er lebte, von Geſchäften entfernt und in der Verborgen⸗ heit, zu Paris, als das Direktorium ihn, als Mitſchuldigen der Verſchwörung Drouet'’s und Baboenf's, wollte verhaften laſſen. Hier dankte er ſeine Rettung einer Waſchflickerin, die er aus Er⸗ kenntlichkeit heirathete. Es war ihr gelungen, ihn eine Zeitlang