176 Alvensleben. Alvinzy.
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maligem Könige von Preußen. Alsdann ſtudirte er zu Halle die Rechte. Hierauf wurde er zum Referendär beim Rechnungshofe in Berlin ernannt. Er war nach einander bei mehreren Höfen Eu⸗ ropa's als Geſandter angeſtellt. Als er ſich während den 1770er Jahren in dieſer Eigenſchaft in Sachſen befand, beſorgte er den Lauf der Geſchäfte zwiſchen dem Hofe von Baiern und dem von Berlin, ſo wie zwiſchen den Armeen Friedrichs und des Prinzen Heinrich. 1787 erhielt er eine Sendung an den König von Frank⸗ reich, und in den beiden folgenden Jahren war er Geſandter in Holland und England. 1790 wurde ihm das preußiſche Miniſte⸗ rium der äußeren Angelegenheiten übertragen. Alveusleben beſaß Klugheit, Tiefe, eine bewundernswürdige Thätigkeit, und alle Eigenſchaften, die einen Staatsmann auszeichnen. Seine Aufklä⸗ rung, Wohlthätigkeit und Menſchenfreundlichkeit erwarben ihm als Privatmann die Liebe ſeiner Mitbürger. Er gründete mehrere nützliche Anſtalten, und ſtarb, allgemein bedauert, den 21. Octo⸗ ber 1802. Er gab 1792 in Berlin heraus: Verſuch einer chronologiſchen Tabelle über die Kriegsbegeben⸗ heiten ſeit dem Münſterſchen bis zum Hubertsbur⸗ ger Frieden. Alvensleben hatte den rothen und ſchwarzen Ad⸗ lerorden.
Albvinzy(Baron von), geb. 1726 in Siebenbürgen, öſter⸗ reichiſcher General, Inhaber eines Infanterie⸗Regiments, Groß⸗ kreuz des Thereſtenordens. Er zeichnete ſich in dem ſiebenjährigen Kriege als Grenadierhauptmann aus. 1789 kommandirte er eine Diviſion bei Laudons Armee gegen die Türken. Im nämlichen Jahr erſchien er vor Lüttich, und forderte dieſen Platz auf, ſich dem Kaiſer zu unterwerfen. 1792 und 93 diente er gegen Frank⸗ reich in den Niederlanden. Den 25. Juli begab er ſich nach Leuze⸗ wo ſich die Truppen, welche Dumourier gefolgt waren, verſam⸗ melt hatten, und fragte ſolche: ob ſie ſich dazu verſtän⸗ den, Ludwig XVIII.*) auf den Thron zu ſetzen. Auf ihre Bejahung ließ er ſie dem Kaiſer den Eid der Treue leiſten. Am 17. April 1794 erhielt er einige Vortheile über die Franzoſen bei Nouvion und Caſtillon, an der Sambre, wo er auch ſeine Er⸗ nennung zum Großkreuz des Thereſienordens empfing. Im Juni deſſelben Jahrs vertheidigte er Holland, an der Spitze des öſterr.
*) Soll wohl heißen Ludwig XVII., da bei Dumourier's Ueber⸗ gang mit einigen Regimentern der Dauphin noch am Leben war⸗
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