Teil eines Werkes 
1. Bd. (1821) Neue Biographie der Zeitgenossen, oder historisch-pragmatische Darstellung des Lebens aller derjenigen, die seit dem Anfange der französischen Revolution durch ihre Handlungen, Schriften, Irrthümer oder Verbrechen, sowohl in Frankreich, als im Auslande, Berühmtheit erlangt haben. 1. Bd.
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Alonzo de Viado. Alopeus. 167

neral⸗Adminiſtrator des königlichen Zehentens in Granada er⸗ nannt. Als die Franzoſen in Spanien waren, ſandte ihn die Junta derſelben Provinz an die von Sevilla. Bei dieſer Miſſion zeigte er beſonders ſeine Talente, Anhänglichkeit an ſein Vaterland, und Liebe zu den Grundſätzen einer weiſen Freiheit. Dieſen Verdien⸗ ſten dankte er auch die ihm von dem Könige Joſeph verliehene Stelle eines General⸗Adminiſtrators der Zehenten und National⸗ güter von Jaen(in Andaluſten). Durch die Begebenheiten von 1813 nach Frankreich verdrängt, wurde er Mitglied der für die nach Toulouſe geflüchteten Spanier errichteten Hülfscommiſſion. Gegenwärtig iſt Alonzo de Viado Theilhaber an den patriotiſchen Geſellſchaften von Madrid, Granada und Jaen; auch iſt er Mit⸗ glied der königlichen Societät der Alterthumsforſcher in Frankreich, und Correſpondent der Akademie der Inſchriften, Wiſſenſchaften und ſchönen Literatur zu Toulouſe. Außer dem genannten hat man von ihm noch mehrere ſchätzbare Werke: 1) Organiſche Ver⸗ ordnung für das Präſidium beim Zuchtgerichte in Cadix; 2) Ue⸗ berſetzung der Plutarchiſchen Biographieen, mit Anmerkungen (von welchem aber nur Fragmente in der Madrider litera⸗ riſchen Oenkſchrift bekannt ſind; 3) La Croix's Geometrie, a. d. Franz.; 4) die Ancrika's, aus dem Engl. des Robertſon, mit Anmerkungen; 5) einen bei der Toulouſer Akademie vorge⸗ leſenen Aufſatz über den Urſprung der gothiſchen Baukunſt. Alopeus(Maximus von), Sohn eines Archidiakonus an der Hauptkirche zu Wiburg, in Rußland, widmete ſich, nach⸗ dem er ſeine Studien mit Auszeichnung beendigt, der Diplomatie, und wurde als ruſſiſcher Miniſter nach Berlin geſandt. Hier er⸗ hielt er 1796 von Katharina 1I. ſeine Ernennung zum Staats⸗ rathe. Kalitſcheff erſetzte ihn in Preußen, und er ward nunmehr Geſandter bei dem niederſächſiſchen Kreiſe, hierauf aber(1798) bei dem Reichstage zu Regensburg. Im J. 1802 wählte ihn ſein Hof zum zweitenmal zur Geſandtſchaft nach Berlin, wo er wäh⸗ rend des Krieges, den Rußland und Oeſterreich gegen Frankreich führten, blieb. Die Truppen des Königs von Schweden beſetzten das Lauenburgiſche. Alopeus wurde an dieſen Fürſten geſandt, um ihn zum Hinwegziehen derſelben zu bewegen, und die Unter⸗ handlung gelang. Im März 1806 überreichte er, auf Befehl ſei⸗ nes Monarchen, dem Baron von Hardenberg das Großkreuz des St. Andreasordens. Auf ſein Verlangen, ſich von den Geſchäf⸗ ten und dem Hofe zu entfernen, erwirkte er ſeine Entlaſſung, und kam nach Berlin zurück, um als einfacher Privatmann zu leben.