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er nicht binnen drei Tagen nach Frankreich zurückkehrte. Er mußte gehorchen. Aber der General Joubert, mißvergnügt über das Be⸗ tragen des Direktoriums und die ungerechte Abrufung ſeines Freun⸗ des, deſſen Maasregeln er alle ſelbſt diktirt oder gebilligt hatte, übergab in den erſten Tagen des Februars 1799 den Befehl über die Armee dem Diviſions⸗General Delmas, der ihn bis zur Ankunft des neuen Obergenerals und vormaligen Kriegsminiſters, Sche⸗ rer, behielt. Als Suchet zu Paris ankam, enttäuſchte er ohne Mühe die Regierung, welche ihn im April zur Donau⸗Armee ſandte. Er wurde, unter den Befehlen Maſſena's, der ihn zwei⸗ mal zu ſich gerufen hatte, nach Graubünden detaſchirt. Hier war er vom 15. bis zum 19. Mai von der Armee getrennt, vertheidigte die Stellungen von Davos, Bergen und Schlügen, ſchlug den Feind, der ihn umringte, und vereinte ſich wieder mit dem Haupt⸗ corps des Heers, längs den Quellen des Rheins hin, auf dem St. Gotthardsberge, ohne daß der Feind in ſeine Abtheilung eindringen konnte, indem er, um mit derſelben nach Urſeren zu kommen, auf dem Eiſe über den See Oberlaps ging. In dieſen Vorfällen wurde er verwundet. Die gedachte Bewegung begünſtigte die Rückkehr des Corps unter General Lecourbe zur Armee, welches ſich bei Bellinzona befand, und Gefahr lief, völlig von derſelben getrennt zu werden. Damals wählte der Obergeneral Maſſena Suchet zum Chef ſeines Generalſtabs. Nach dem unſeligen Feldzuge Scherer’s übernahm Joubert wieder das Kommando der italieniſchen Armee, und erwirkte die Ernennung Suchet's zum Diviſions⸗General und Chef ſeines Stabes, der aber ungern die Donau⸗Armee, die ſtärkſte, ſo Frankreich damals hatte, verließ. Er mußte der Freund⸗ ſchaft, die ihn enge mit Joubert verband, die Gefühle der An⸗ hänglichkeit und Dankbarkeit, welche er für Maſſena hegte, unter welchem er in allen Graden gedient, aufopfern. Nach der Schlacht bei Novi(15. Auguſt), durch welche Frankreich den tapfern Jou⸗ bert verlor, ſetzte Suchet, der beſte Freund deſſelben, ſeinen Dienſt unter dem General Moreau fort, und ſollte dieſem an den Rhein folgen, als Championnet nach Italien beordert wurde. Der Ge⸗ neral Bernadotte, damals Kriegsminiſter, ſchrieb den 26. Auguſt an Suchet:„Das Vaterland fodert ihren Beiſtand, mein werther vund tapferer Freund! Verlaſſen Sie nicht die Armee in einem „Augenblick, wo Ihre Talente derſelben ſo nothwendig ſind! Cham⸗ „pionnet erſetzt Joubert. Seyen Sie ihm mit Ihren Einſichten „behülſlich! Das öffentliche Wohl heiſcht es.“ Er war deshalb ge⸗ nöthigt, auf der Küſte von Genua zu bleiben, wo er unter Cham⸗


