Teil eines Werkes 
1. Bd. (1821) Neue Biographie der Zeitgenossen, oder historisch-pragmatische Darstellung des Lebens aller derjenigen, die seit dem Anfange der französischen Revolution durch ihre Handlungen, Schriften, Irrthümer oder Verbrechen, sowohl in Frankreich, als im Auslande, Berühmtheit erlangt haben. 1. Bd.
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Albufera. 113

ſteten Dienſte. Als der junge Suchet ſeine Studien im Collegium von Ile⸗Barbe vollendet hatte, trat er 1792 als Freiwilliger un⸗ ter die Lyoner National⸗Kavallerie. Den 12. Mai 1793 wurde er Hauptmann einer Freikompagnie, die man zu l'Argentiere, im Ardeche⸗Departement(Languedoc), bildete, wo er ſich mit ſeiner aus dieſem Lande abſtammenden Familie befand. Am 20. Septem⸗ ber erhielt er die Ernennung zum Chef des 4. Bataillons vom Ar⸗ deche, mit welchem er den 30. November, in der Belagerung von Toulon, den engliſchen General Ohara gefangen nahm*). Mit der Armee in Italien wohnte er 1794 den Gefechten bei Vado, St. Jaques, und allen übrigen bei, welche die Brigade La Harpe lieferte. In der Schlacht bei Loano, am 22. und 23. November 1795, nahm er an der Spitze ſeines Bataillons den Oeſterreichern drei Fahnen. 1796 war das 4. Bataillon vom Ardeche erſt der 211., dann der 69. und zuletzt der 18. Halbbrigade der Linien⸗In⸗ fanterie, von welcher Suchet das 1. Bataillon kommandirte, ein⸗ verleibt. Er focht bei Coſſaria, Dego, Lodi und Borghetto, un⸗ ter den Befehlen des Generals Augereau. Als er hierauf unter die unſterbliche Diviſton Maſſena verſetzt wurde, nahm er Theil an den Schlachten und Gefechten bei Rivoli⸗ Caſtiglione, Lonata, Peschiera, St. Marco, Trient, Baſſano und Arcole. Er wurde am 24. September zu Cerca, bei Arcole, gefährlich verwundet. Kaum hergeſtellt machte er den denkwürdigen Feldzug mit, der den Frieden von Campo Formio bewirkte. Den 4. März 1797, nach der Schlacht bei Tarvis, wo Suchet verwundet wurde, ſandte ihn der General Maſſena zum Obergeneral, um ihm die an dieſem Tage eroberten Fahnen zu überbringen. Bei dem Gefecht in den Bergſchluchten von Neumark, im Oberſteiermärkiſchen, traf ihn eine Flintenkugel in die Schulter. Den 29. November wurde er vom General Bonaparte auf dem Schlachtfelde zum Brigade⸗Chef (Obriſten) ernannt. Sein Negiment befand ſich bei dem 1798 in die Schweiz geſandten Heer. Suchet ſtellte ſich bei Verſoix auf⸗ drang in das Waadtland ein, und unterhandelte, im Namen des Generals Ménard, mit den Abgeſandten von Bern und Freiburg. Der General Brune übernahm jetzt den Oberbefehl über die Ar⸗ mee, und die Feindſeligkeiten begannen. Suchet hatte Theil an der Eroberung der wichtigen Poſten von Murten und Gumine, an

») Bekanntlich zeichnete ſich in dieſer merkwürdigen Belagerung auch Napoleon, als Bataillonschef der Artillerie, zuerſt aus, und

nooch andere nachmals berühmte Feldherren gründeten dort ihren Nuhm. G.

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