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dert des Auguſt dem Ludwigs XIV. in Anſehung der Literatur und Wiſſenſchaften vorzuziehen ſey(worin er ſich für die Moder⸗ nen entſcheidet); 6) Verſchiedene Gedichte, nuter welchen die Trägheit, das angeblich dem griechiſchen des Nikander nachge⸗ bildet, aber von Albon ſelbſt verfaßt iſt; man findet darin eine ſchöne Moral, Stärke der Einbildungskraft, und eine tiefe Kennt⸗ niß der Mythologie; 7) Rede über die Geſchichte, Regierung, Gebräuche, Literatur und Kunſt mehrerer europäiſchen Nationen. Der Verfaſſer unterſucht in dieſem Betracht Holland, England, Deutſchlaud, Italien und Spanien, welche Länder er alle ſelbſt bereiſt und beobachtet hatte. Beſonders wurde ſeine Anſicht von Spanien mit vielem Intereſſe geleſen, die von den brittiſchen Staaten hingegen ſtark kritiſirt. Denn er mißbilligt laut die eng⸗ liſche Konſtitution, welche er ſelbſt geeignet glaubt, die Nation zu verderben(welches nicht ganz falſch wäre, wenn er die Modiſtka⸗ tionen vor Augen gehabt hätte, die ſie ſeit dem Miniſterium Pitt's und unter dem des Robert Walpole erfuhr); 8) Lob des Court⸗ de⸗Guebelin*). Der Graf Albon achtete dieſen Gelehrten ſehr⸗ und begnügte ſich nicht damit, ihm ein ſchriftliches Denkmal zu ſetzen; ſondern er errichtete ihm auch ein Grabmal in ſeinen Gär⸗ ten zu Francoville⸗la⸗Gavenne, im ſchönen Thale von Montmo⸗ rency. Von den dort befindlichen, ſehr mahleriſch aufgeſtellten, Monumenten erſchienen 1784 19 Zeichnungen, welche Dulaure in ſeinen Curiosités de Paris umſtändlich beſchreibt.— Albon ſtarb zu Paris 1789, kaum 36 Jahre alt.
Albon(Andreas Suzanne, von), geb. zu Lyon, am 15. Mai 1761, gehört zu jener alten Familie, deren Glieder vor der Revolution den Titel der Prinzen von Yvetot führten. Man weiß, daß die Herren dieſes Landes ſich ſeit dem Jahre 534 Kö⸗ nige von Yvetot nennen ließen, und daß Ludwig XI. den kö⸗ niglichen in den Fürſtentitel verwandeln ließ. Albon war ein En⸗ kel des Neffen vom Marſchall von St. André. Nach adelichem Ge⸗ brauch wählte er die Laufbahn der Waffen, und erhielt mit 17 Jahren eine Compagnie Küraſſiere. Er emigrirte 1791, und diente bei der königl. Armee der Prinzen. Als die Stadt Lyon von
*) Ein großer Alterthumsforſcher und Philoſoph, der das gelehrte Werk: Die Urwelt(Monde primitik) ſchrieb, worin die tief⸗ ſten und umfaſſendſten Bemerkungen über Mythologie, die Bil⸗ dung der erſten Menſchenvereine, ihre Sitten, Gebräuche, Ge⸗ ſetze, und Geiſtesentwicklung, dargelegt ſind. G.


