Albert. Albertas.* 401
1815 that er, was ſeine Pflicht erfoderte, um die Abreiſe dieſes Prinzen, der ihm ſein Vertrauen geſchenkt, zu ſichern; aber im⸗ mer Frankreich getreu, ging er nicht über die Grenzen, ergriff die Waffen, um dem Eindringen fremder Heere zu widerſtehen, und befehligte eine Diviſion bei der Armee im Elſaß. Die Familie Albert's lebt jetzt mit ihm in Paris, und ſoll ſich durch Liebenswür⸗ digkeit auszeichnen. Seine Gattin beſucht zuweilen die ihrigen in Offenbach.
Albert(Kaſimir Ignaz Peter Franz), Herzog von Sachſen⸗Teſchen, geboren den 11. Juli 1738. Nach⸗ dem er ſich mit der Erzherzogin Maria Chriſtina vermählt hatte, regierte er mit ihr zugleich die öſterreichiſchen Niederlande. Er war genöthigt, von Brüſſel nach Wien zu fliehen, als ſich(1789) in ganz Brabant ein Aufſtand erhob; aber bald war die öſterreichiſche Herrſchaft durch die Gewalt der Waffen wieder hergeſtellt, und der Herzog kam in ſein Gouvernement zurück. Er kommandirte 1792 die Belagerungstruppen vor Lille. Als er am 25. Septem⸗ ber die Stadt aufforderte, gab ihm die Munizipalität eine Antwort, deren Feſtigkeit er nicht erwartet hatte. Am Ende mußte er die Belagerung aufheben. Etwas ſpäter wollten die Belgier und Luͤtti⸗ cher, welchen der Herzog Albert, nebſt Pardon, den Vortheil au⸗ bot, in ſeinen Dienſt zurückzutreten, weder eins, noch das andre, annehmen, und blieben bei Frankreich. Als er damals Dumou⸗ rier zu gewinnen ſuchte, gelang es ihm, mit demſelben zu conferi⸗ ren. Aber dieſer Feldherr, den ſeine neuen Siege gar nicht be⸗ ſtimmen wollten, Belgien zu verlaſſen, verwarf die deshalb ihm gethanen Vorſchläge, und unterrichtete davon die Nat. Convention am 20. November 1792*).— Von den Geſchäften, ſeines hohen Alters wegen, abgezogen, lebt der Herzog jetzt am Hofe zu Wien. Man verſichert, daß er ein großes Vermögen beſitzt, und einen trefflichen Gebrauch von demſelben macht.
Albertas(Suzanne, Marquis von), Sohn des ho⸗ hen Beamten dieſes Namens, der nach einem Feſte, welches er ſei⸗ 4 nen Vaſallen gab, ermordet wurde. Er ward zu Aix, aus einer geſchätzten und ſeit langer Zeit im Civildienſte geehrten Famillie,
*) H. Albert kommandirte im J. 1794 die öſterreichiſche Armee am Rbhein, mit welcher er, an die Preußen, unter Möllendorf, an⸗ geſchloſſen, bis an die Elſaſſer Grenze vorrückte; aber nach den unfällen in Belgien ging er wieder über den Strom zurück, und nahm ſein Hauptquartier in Heidelberg, bis im Spätſommer 1795
Wurmſer den Oberbefehl wieder erhielt. G.


