Teil eines Werkes 
1. Bd. (1821) Neue Biographie der Zeitgenossen, oder historisch-pragmatische Darstellung des Lebens aller derjenigen, die seit dem Anfange der französischen Revolution durch ihre Handlungen, Schriften, Irrthümer oder Verbrechen, sowohl in Frankreich, als im Auslande, Berühmtheit erlangt haben. 1. Bd.
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88 Alary. Alaya.

am Bois⸗ des⸗Choͤvres(Ziegenwald), unter den ſiegenden Ven⸗ deern, allein auf dem Schlachtfelde blieb, ihnen, den Säbel in der Hand, die Nationalfahne ſtreitig machte, ſie nahm, verlor, wieder ergriff, und ſie endlich in die Mitte ſeiner in Flucht geſetz⸗ ten Kameraden zurücktrug. Später ging er auf ein Kriegsſchiff/ und es ſcheiterte mit 1300 Mann an einem öden Felſen. Nach fünf Tagen Einſamkeit, Hunger und Verzweiflung ſpringt Alary ins Meer, unternimmt es, ſechs Stunden, die ihn vom Lande trennen, ſchwimmend zurückzulegen, kämpft ſieben Stunden lang mit den Wellen, und wird halb todt an die Küſte von Bretagne geworfen. Einige Strandwachen(Gardes- côtes) heben ihn auf, und tragen Sorge um ihn. Er erzählt ihnen ſeine Geſchichte und die Noth ſeiner Kameraden. Man ſendet ihnen Hülfe; die 1300 Mann ſind gerettet. Fünf Jahre darauf, bei Stockach, haͤlt er mit 15 Huſaren den Stoß von 600 Oeſterreichern auf. Wunden bedecken ſeinen Leib, ſein Blut rieſelt; er fällt unter die Hufen der Pferde, die ihn zerquetſchen. Endlich erſchauen ihn einige Män⸗ ner des nämlichen Regiments, fliegen ihm zu Hülfe, und bringen ihn fort. Er hat ſeine Wunden überlebt. Alaya(Michael von), Geſandter, ſpaniſcher General⸗ Lieutenant, wurde zu Vittoria 1771 geboren, trat in den See⸗ dienſt, bewährte ſich rühmlich in dieſer Laufbahn, und erhielt den Grad eines Fregatten⸗Kapitäns. Nach der Abdankung der Bour⸗ bone und der Thronbeſteigung des Königs Joſeph Bonaparte, er⸗ klärte er ſich für dieſen Fürſten, und ging im Juni 1808 nach Bayonne, wo er der Verſammlung der ſpaniſchen Notabeln bei⸗ wohnte, und die damals ſeinem Lande gegebene Konſtitution unter⸗ zeichnete. Er reiſte gleich darauf ab, um zu Vittoria den Empfang des Königs Joſeph vorzubereiten, welchem die Feinde der neuen Regierung Schwierigkeiten entgegenſetzten. Dem Eifer Alaya's gelang es, dieſe zu heben. Von da begleitete er den Monarchen nach Madrid; aber er verließ in der Folge ſeine Fahnen, und ging zu den Engländern über, nicht nach der Zerrüttung des franzöſi⸗ ſchen Heers, wie die Biographie des hommes vivans behauptet,(denn dies würde einen Zug der Unbeſtändigkeit in den der Feigheit verwandeln,) ſondern 1811 vor der Schlacht bei Al⸗ bufera, wo er verwundet ward. Dies widerfuhr ihm auch im Dienſte der Engländer. Alaya erhielt, durch die Protection Wellingtons, mit dem er ſich in der Schlacht bei Vittoria befand, den Grad eines Generals und mehrere ſonſtige Belohnungen. Die⸗ ſer Feldherr bediente ſich ſeiner bei verſchiedenen Ereigniſſen, bis