Adriam. Adry. Aepinus. Aerel. 65
„Krotz bieten und gegen Ihr Vaterland die Waffen ergreifen?«— »Ich habeiſie ergriffen, war ihre Antwort, um ihm zu dienen und ves von ſeinen Unterdrückern zu befreien. 41 37 33
Adry(Johannes Felieiſſimus), geb. zu 1Ietlote bei Auxerre, 1749, widmete ſein ganzes Leben philologiſchen und bibliographiſchen Arbeiten. Er war Bibliothekar der Congrega⸗ tion des Oratoriums, in der Straße St. Honors, und verlor durch die Revolution dieſe Stelle. Seitdem privatiſt rte er, lie⸗ ferte gelehrte Beiträge zu dem encyklopäͤ diſchen Journal und encyklopädiſchen Mag azin, und gab intereſſante Vor⸗ berichte und merkwürdige Supplemente zu mehreren ſeiner Ausga⸗ ben alter und neuer Autoren. Er ſtarb vor einigen Jahren. L
— Aepinus(Franz Maria Ulrich Theodor), einer derjenigen Männer, die ſich mit dem größten Erfolg auf mathema⸗ tiſche und phyſf ſche Wiſſenſchaften lehten, wurde zu Roſtoek, delr 13. Dee. 1724 geboren, und ſtarb zu Dörpt, in Lieffand, im Aug. 1802, 78 Jahre alt. Einer der kühnſten Verfuche der menſchli⸗ chen Geduld und Wiſſenſchaft bleibt immer der, jene elektriſche Gewalt, die ſo fruchtbar an Phänomenen, ſo heftig, ſo myſte⸗ riös, und ſo wenig gekannt iſt, gleichwie die magnetiſche Kraft, deren Beziehungen mit der Elektricität noch ein Geheimniß ſind, einer genauen Berechnung g zu unterwerfen. Aepinus waͤgte dieſes Unternehmen. Wenn es auch nicht vollkommen gekang, ſo bleibt ihm doch die Ehre, die Theprie der Elektricität in? Betreff des Flui⸗ dums und ſeiner Verbreitung auf der Oberfläche der Körper er⸗ gründet, ſo wie durch ſeine Berechnung manche neue Arten von Experimenten, 3. B. mit dem Elektrophor(Blitzſtoff⸗Träger)
und der Luftverdichtungs⸗Maſchine, entdeckt zu haben. Dieſer
beſcheidene Gelehrte hat mehrere ſchätzbare Werke über ſeine Wiſ⸗ ſenſchaft hinterlaſße en.
Aerel Olaus), ſchwediſcher Arzt und Chirurg, wurde bei Stockholm, zu Anfang des 18. Jahrhunderts, geboren. Er ſtudirte Chirurgie zu Upſal und Stockholm, durchreiſte mehrere Länder, und kam, nachdem er zwei Jahre als Wundarzt bei der franzöſiſchen Armee gedient, in ſein Vaterland zurück, wo ſein Fleiß und ſeine Talente ihm bald einen großen Ruf und wichtige
Stellen erwarben. Er wurde zum General⸗Direktor aller Hoſpi⸗
täler des Königreichs, zum Ritter des Waſa⸗Ordens, und bald
darauf zum Commiandeur deſſelhen ernannt. Man verdankt ihm
neue Ideen, Hoſpitäler in den Feldlägern a1. bei Dden Armeen Neue Biograph. I.


