Adam.— 35
nien, eines engliſchen Romans von Johnſon. Adam war ſehr un⸗ terrichtet, kannte faſt alle Sprachen Europa's und beſaß die größte Leichtigkeit, ſeine Kenntniſſe mitzutheilen. Er war geboren zu Paris 1716 und ſtarb daſelbſt 1792.
Adam(Wilhelm), Nitglied des engliſchen Parlaments⸗ Sohn eines Architekten von Leith in Schottland. Er ſtudirte an⸗ fänglich die Rechte, und ſaß als junger Menſch ſchon in der Ge⸗ meindekammer. 1791 begehrte er, daß das engliſche Parlament von den durch die ſchottiſchen Gerichte ausgeſprochenen Urtheilen appelliren könnte, und führte als Belege ſeines Vorſchlags die Ur⸗ theile über Muid und Palmer an. Er ſtand anfangs bey der Op⸗ poſitionspartei; aber ſein Streben, empor zu kommen, brachte ihn bald auf die miniſterielle Seite. Die Ehrenſtellen ſchienen ſeinem Verlangen entgegen zu gehen. Er wurde nach einander Siegelbe⸗ wahrer, Staatsrath des Prinzen Regenten in Schottland, Lord⸗ Lieutenant der Grafſchaft Kinroß, endlich Advokat des Königs und der oſtindiſchen Compagnie. Einige Ausdrücke, deren ſich Fox in der Gemeinde⸗Kammer gegen ihn bediente, gaben Anlaß zu einem Duell zwiſchen beiden, worin er ſeinen Gegnes leicht verwundete. Er befand ſich einige Jahre lang nicht im Parlament, ward aber 1807 für die Grafſchaft Kincardine wieder gewählt, doch nicht im folgenden Jahre. Er hat verſchiedene Reden herausgegeben, un⸗ ter andern eine über die Frage in Betreff der Privilegien, in der Sache des Sir Francis Burdett.
Adam(Ludwig), geboren zu Miettersholz um 1760, be⸗ rühmter Lehrer auf dem Piano*). Seine Liebe zur Muſik war faſt ſein einziger Lehrer in dieſer Kunſt. Er ſtudirte in ſeiner Ju⸗ gend die Werke der großen Componiſten, und ſchöpfte daraus ſeine Talente für Tonſetzung und praktiſche Uebung der Muſik. Im J. 1777 kam er nach Paris und erwarb ſich bald einen großen Ruf durch ſeine Concert⸗Symphonieen für Piano, Harfe und Violine, welche Art man zuerſt durch ihn in dieſer Hauptſtadt kennen lernte. 1797 trat er in das muſtkaliſche Conſervatorium und bildete die geachtetſten Virtuoſen. Man hat von ihm eine Methode des Fingerſatzes; eine andere über das Piano, 11 Bücher Sonaten, die Quatuors von Haydn und Pleyel für
*) Man kennt auch drei Brüder dieſes Namens, welche von Nancy gebürtig und im vorigen Jahrhundert als Bildhauer geſchätzt waren. G.


