12
Abeille. Abel.
Manufacturen Frankreichs, General⸗Sekretär des Handlungs⸗ raths, hierauf Mitglied der Ackerbau⸗Geſellſchaft in Paris. Er ſchrieb verſchiedene Werke über Ackerbau, Handel, Maas und Gewicht ꝛe. Im Jahr 1791. warf der Ausſchuß für den Landbau bei der National⸗Verſammlung die Frage auf:„Ob der Gebrauch der verabſchiedbaren Domänen dem Ackerbau nützlich ſey, oder nicht?“ Abeille gab darüber ſehr tref⸗ fende Bemerkungen. Er ward 1799. Mitglied des National⸗ Inſtituts, und ſtarb den 28. Juli 1807, 96 Jahre alt, beehrt mit der öffentlichen Achtung, die ihm ein arbeitſames und ta⸗ delloſes Leben erwarb.
Abeille(Johann), war vor der Revolution Kauf⸗ mann zu St. Domingo; hierauf ließ er ſich in Marſeille nie⸗ der. Sein merkantiliſches Anſehen und ſeine populären Ge⸗ ſinnungen bewogen die Marſeiller, ihm die Vertheidigung ihrer Angelegenheiten bei der National⸗Verſammlung zu vertrauen. Er beeiferte ſich aber vorzüglich, daſelbſt die Garantie des Handels zu begehren, und Maßregeln zu bewirken, die dem⸗ ſelben alle zu ſeiner Beförderung und Unabhängigkeit nöthige Sicherheit verleihen könnten. In einem von Zeitſchriften be⸗ kannt gemachten Briefe bekämpft er die Errichtung eines Kaſ⸗ ſationshofes in den Colonien, weil dieſer nicht unter der un⸗ mittelbaren Aufſicht des geſetzgebenden Körpers ſtehe, und alſo zu Mißbräuchen verleitet werden könne. Im Jahr 1814. er⸗ mächtigte der König dieſen Mann, das Band des Johanniter⸗ Ordens zu tragen, welches er vom Großmeiſter Rohan wegen einer zu Gunſten des Maltheſer Ordens verfaßten Denkſchrift, und zur Belohnung des Eifers bei einer Sendung, mit der ihn dieſer Bund beauftragt, erhalten hatte. Man beſitzt von ihm:„Betrachtungen über den Stapelplatz von Marſeille, eine Brochüre; und Verſuch über unſere Kolonien und die Wiederherſtellung von St. Do⸗ mingo.
Abel(Friedrich Gottfried), berühmter Arzt und deutſcher Dichter, begann ſeine Studien zu Halberſtadt, wo er den 8. Juli 1714. geboren ward. Er widmete ſich hierauf der Theologie, und hörte Mosheim auf der Univerſität Halle; dort beſuchte er auch die hlolopziſchen Vorleſungen Wolfs


