XIV Einleitung des Originals.
Jahren betrauern konnte. Im erneuten Licht erſcheinen Be⸗ herrſcher, Krieger, und Staatsmaͤnner, die ihren Ruhm in die Annahme des Syſtems geſetzt, das unſere Revolution ſchlieſ⸗ ſen ſoll, und die es gerechter Weiſe als die Vollendung des Heils ihres Vaterlandes betrachtet haben. Die geſetzgebenden Kammern, welche ſich uͤberall erheben, ſind die Pflanzſchulen kaͤnftiger Biographieen, und werden durch jenen Muth, der Buͤrger vertheidigt und Verraͤcher anareift, die Nationen be⸗ ſchirmen. Auch die Verraͤther haben ihren Ruf; auch ſie haben ihre Stelle unter den Ungluͤcksfaͤllen der buͤrgerlichen Geſell⸗ ſchaft, wie die Landplagen unter jenen der Natur; und da die aus ihrem Wirken eutſtandenen Uebel oft ſterblich ſind, ſo ſoll ihr Leben dem Volke zur Lehre dienen. Es lerne, indem es daſſelbe lieſt, ſich, wenn auch alte Dankbarkeit eintritt, frei von Verfuͤhrung halten. Nicht in dunkeln Kreiſen ſuche man die Verraͤther! Ein unbekannter Mann kann ſein Vaterland ret⸗ ten, wenn er ſich, wie Aſſas, dem Tode weiht: der Zufall ſchafft ſeinen Ruhm. Aber um es zu verrathen, muß man darin maͤchtig ſeyn: dies iſt das Verbrechen des Ehrgeizes in den Monarchieen; es iſt das der Eiferſucht in den Volksſtaaten.
die Girondiſten ſind beruͤhmt, weil ſie alle fuͤr das Vaterland,
mit der Hingabe der Maͤrtyrer, ſtarben. Der Wahnſinn der
Gewalt berauſchte die Triumvirn, und der Schrecken, den ſie ſelbſt erprobten, machte ſie blutgierig. Das Herz einer Jung⸗ frau, das oſſen war fuͤr alle zaͤrtlichen Leidenſchaften, wurde durch ſolche zu erhabener Aufopferung geſteigert, und vielleicht war es die Liebe, welche ihr die Seele eines Brutus einhauchte. Die Verzweiflung, durch Uſurpation und Mord die Freiheit verrathen und befleckt zu ſehen, hatte die Girondiſten unuͤber⸗ windlich gemacht; ſie konnten nur fuͤr die Freiheit ſterben. Was jene Bergmaͤnner betrifft, ſo waͤhlten ſie, anſtatt durch die


