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Agnes. 13
vier und zwanzigjährigen Prinzen war das allerdings eine Sonderlings⸗Eigenſchaft.
So gut wie an dieſem Abende hatte ſich übrigens Agnes lange nicht unterhalten. Ihr Vater, der nach jedem Balle noch zu Hauſe mit ihr eine Taſſe Thee zu trinken pflegte, ſprach mit ihr, als ſie zurückgekehrt wa⸗ ren, von dem jungen Prinzen; auch ihm gefiel er. Für einen mediatiſirten Fürſten fand auch er ihn anſpruchs⸗ los, da gewöhnlich, ſagte Herr von Stein, dieſe dop⸗ pelte Forderungen machen zu müſſen glauben, um wenigſtens darin ihre Ebenbürtigkeit mit Kaiſern und Königen zu beweiſen. Bei dem Prinzen Albert ſei die Vernunft beſonders anzuerkennen, weil ſein Vater von Hochmuth ſtrotze. Vielleicht habe aber dieſe Thorheit des Vaters eben dem Sohne die Augen geöffnet. Er
erzählte ſeiner Tochter noch viel von den Verhältniſſen
des Waldheimiſchen Hofes. Dieſer war übermäßig ver⸗ ſchuldet, ſo ſehr, daß die Hofhaltung ſich die ärgſten Einſchränkungen auflegen mußte. Der regierende Fürſt, Alberts Vater, der durch den unſinnigſten Aufwand dieſe Verhältniſſe herbeigeführt, hatte ſich aber durch⸗ aus nicht dadurch beugen laſſen, er trug ſein Haupt noch eben ſo hoch und nannte mit eben ſo ſtolzer Be⸗ tonung den herbeigerufenen Arzt aus dem nächſten Städtchen: Herr Leibarzt, als ob der ſeinige, der
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