Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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4.

dunklen Wälder der Stubnitz auf, deren gewaltige Laubkronen wie ein Meer von Smaragden funkeln, wenn die Frühlingsſonne ihren leuchtenden Strahl darüber ausgießt. Im Süden endlich, etwas nach Oſten hin, liegt in der Perſpective das Dorf Bob⸗ bin, deſſen Kirchthurm in nicht allzu weiter Ferne idylliſch aus den grünen Baumwipfeln hervorlugt. Von lieblich duftenden Gebüſchen, Raſenflecken mit Blumen und verſchiedenartigen Baumgruppen umge⸗ ben, ſollte man nun denken, müßte das Schloß Spy⸗ ker, namentlich im Sommer, einen angenehmen Auf⸗ enthalt gewähren. Das mag wohl für einzelne die Einſamkeit liebende Menſchen der Fall ſein, aber im Allgemeinen war es nichts weniger als ein reizvoller Wohnort. Denn es lag, damals noch mehr als jetzt, eine gewiſſe düſtere Färbung über das Ganze gebrei⸗ tet, die wahrſcheinlich theilweiſe dem finſteren, dicken Gemäuer ihren Urſprung verdankt. Hatte man dieſen

erſten Eindruck überwunden, ſo fand man ſich aller⸗

dings bald heimatlich darin zurecht und es war dem mit ſolcher Stille und Abgeſchiedenheit ſympathiſiren⸗

den Magnus Brahe wohl nicht zu verdenken, daß er ſich dahin zurückſehnte, um ſeine völlige Geneſung

abzuwarten, wenn man auch die Nebenurſachen, die ihn dahin zogen, nicht mit in Anſchl ag bringt. 1