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offenbarend, der es 1650 erbaute und dabei mehr auf Größe, Feſtigkeit und Dauer, als auf Reinheit und Zierlichkeit der Form Rückſicht nahm.
Nachdem Waldemar es eine Weile aus der Ferne betrachtet, ſchritt er langſam näher, wobei er ſich wunderte, daß es wie ausgeſtorben vor ihm lag, als wäre es ganz von allen Bewohnern verlaſſen, trotz⸗ dem außer dem Kaſtellan, ſeiner Familie und mehre⸗ ren Dienern jetzt noch ein ganzes Heer fremder Gäſte darin hauſte. Doch kaum hatte er es gedacht und war am Ufer des Sees entlang einige Schritte wei⸗ ter vorgedrungen, ſo ſah er einen alten Diener des Hauſes aus dem Parke daherkommen, dem er ſich jetzt ſelber näherte. Der Mann, ſobald er Walde⸗
mar erblickte, ſtand einen Augenblick ſtill, als wundere er ſich über den Beſuch eines Fremden, oder als ſinne
er nach, wer derſelbe wohl ſein und was er bezwek⸗ ken könne. Gleich darauf aber ſtieß er einen Schrei der Ueberraſchung aus, ſchlug die Hände über dem Kopf zuſammen und lief dann mit ſichtbarer Freude dem Ankommenden entgegen, den er endlich erkannt hatte.
„Herr Granzow!“ rief er,„iſt es möglich—“ aber er verſtummte ſchon wieder, denn er nahm Wal⸗ demar's abwehrende Geberde wahr, der ſich raſch nach allen Seiten umblickte, ob auch Niemand den Ausmf


