Teil eines Werkes 
2. Theil (1854)
Entstehung
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Da, eben hatten wir den letzten Mann ſo weich wie möglich auf ſeinem Strohwagen gebettet, kam der Be⸗ fehl, uns, ſobald wir fertig wären, nach dem anderen Theil des Lazareths zurückzubegeben und zu helfen, weil daſelbſt noch viel zu thun ſei. In wenigen Au⸗ genblicken hatten wir uns gereinigt und gerüſtet und denſelben Weg zurücktrabend, den wir am Morgen ge⸗ kommen waren, langten wir nach einer halben Stunde ſcharfen Rittes am Orte unſerer neuen Beſtimmung an. Aber einen grauſigeren Anblick, als mir da zu Theil wurde, hatte ich bisher noch nicht vor Augen

gehabt.

Ein großer und begüterter Winzerhof war in ein

einziges, bluttriefendes Hoſpital verwandelt worden,

alle darin enthaltenen Möbel lagen haufenweiſe vor den ausgehobenen Thüren zerſtreut umher. In allen Zimmern, einige wenige ausgenommen, waren Stroh⸗ matrazen mit weißen wollenen Decken darüber ausge⸗ breitet, und darauf lagerten Leib neben Leib, Fuß ge⸗ gen Fuß, alſo mit den bleichen Geſichtern ſich anſtar⸗ rend, die Verwundeten. Im Ganzen in ihr Schickſal männlich ſich ergebend, verhielten ſie ſich ſtill, nur zu⸗ weilen ächzend, ſtöhnend und nach einem Labektrunk rufend. Die meiſten Wunden waren durch Kartätſchen⸗ und ſchwere Geſchützkugeln entſtanden, namentlich