Teil eines Werkes 
2. Theil (1854)
Entstehung
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ten habe, und wer wohl im Stande ſei, ihnen über die tiefere Bedeutung dieſer ſeltſamen Neuigkeit Aufſchluß zu geben? Bald darauf aber ſah man ſie einzeln ver⸗ theilt, oder in Gruppen vereinigt durch Wald und Garten wandeln, um über die nächſte bedeutungs⸗ ſchwere Zukunft nachzudenken, denn es mochte wohl lange nicht im Kloſter ein Tag geweſen ſein, der in ſo kleinem Kreiſe ſo große und wichtige Dinge zuſammen⸗ gefaßt hatte..

Gleich nach der Mittheilung des Ereigniſſes an die Mönche verfügte ſich der Pater Guardian mit dem Vikarius in das obere Stockwerk des Kloſters. Da ich gerade in ihrer Nähe war, wurde ich von Erſterem aufgefordert, vom Bruder Pförtner den Schlüſſel zu den Beſuchszimmern zu holen. Wir Drei ſtiegen alſo die Treppe hinauf und ich ſelbſt ſchloß das neben Maxi⸗ milian's Zelle liegende große Zimmer auf. Es war beſſer und reichlicher ausgeſtattet, als irgend ein an⸗ deres im ganzem Bereiche des Kloſters, denn es pfleg⸗ ten hier die umziehenden Biſchöfe, fremde Guardiaue, der Pater Provinzial und ſo weiter zu wohnen. Es ſtand ſogar ein altes Kanapee und ein Dutzend gepol⸗ ſterter Seſſel mit hohen Lehnen darin. Ich war, wie man ſich denken kann, ein genauer Beobachter des Vi⸗ karius. Er ließ ſeine Blicke langſam und forſchend