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mir jetzt, ſo ſehe ich ein, daß auch ein Mentor ſeinem Telemach gegenüber im Irrthum ſein kann.“
„Wir wollen es abwarten, hoffentlich leben wir Beide noch lange genug dazu.“
. Das war mein Geſpräch mit Herrn von Transfeld uͤber dieſen hochwichtigen Punkt. Ob er nun im In⸗ nern anderer Meinung war als er mich nach ſeinen Worten glauben ließ, oder ob er(im Stillen dem Prinzen zu ſeinen neuen Plänen von Herzen bei⸗ ſtimmte, ich habe es nie ergründen können, ich glaube aber, daß ein ſo edler und wahrhafter Mann, wie Herr von Transfeld war, damals wirklich ſich im Irr⸗ thum befand und denſelben ſpäter nur nie hat ein⸗ geſtehn wollen.
Von dieſem Zeitpunkt an aber hielt ich mich mehr in des Prinzen Nähe auf, ich hatte eine Art Ahnung von einer in der Ferne heraufdämmernden Gefahr, und die Bitte, der ſchönen Prinzeß, ihrem Bruder in jeder Noth nahe zu ſein, klang mir noch immer in den Ohren. Der Prinz ſelbſt freute ſich über meinen Nachlaß im häuslichen Fleiße, machte mich mit ſeinen Gefährten näher bekannt und da fand ich allerdings


