Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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eine lange wunderbare Geſchichte und forderte mich auf, ihr ihr Vermächtniß gewiſſermaßen, in Geſtalt einer mündlichen Ausſage anzunehmen und in einem gerichtlichen Documente niederzulegen, um es nach einer beſtimmten Zeit, welche ſie angab, den betreffenden Perſonen zu überliefern.

Ein Vermächtniß? In Geſtalt einer Ausſage? Ein gerichtliches Document? Das iſt ja ſeltſam? Was hatte ſie denn zu vermachen?

Sie verſtehen mich falſch oder ich habe mich viel⸗ leicht in dieſer delicaten Sache nicht ganz richtig aus⸗ gedrückt. Ich brauchte das Wort nur im figürlichen Sinn. Mit einem Wort: ſie vertraute mir ein Ge⸗ heimniß an ein ſehr wichtiges Geheimniß, Sir Colin, wenn es auf Wahrheit beruht, und welches, wenn es einſt in die rechten Hände geräth, ganz geeignet iſt, zu einem großen Prozeß Veranlaſſung zu geben.

Der Admiral antwortete nicht gleich, er dachte lange und ſcharf, aber ohne Erfolg nach. Endlich ſagte er, ſeine Cigarre wegwerfend:Das iſt ja höchſt ſelttam. Wann und wie ſoll oder kann es denn in die rechten Hände gerathen?

Nicht eher als bis Polly todt iſt, was mir ihre Enkel mittheilen ſollen, oder ſonſt in etwa einem Jahre, von heute an gerechnet.