Nachdem man dann eine wohlbereitete Mahlzeit eingenommen, zu der die mitgebrachten Vorräthe frei⸗ lich das Beſte beigetragen, führte Ferguſon mit triumphi⸗ rendem Geſicht ſeine Gäſte an den See, umging mit ihnen einen Theil deſſelben und zeigte die Felſen, an die er ſein Haus angeklebt und wo er ſo glücklich lebe, wie er ſagte, daß er auch daſelbſt einſt begraben wer⸗
den wolle.
Es mochte etwa ſechs Uhr Abends ſein, als ſchon tiefer Bergſchatten auf das einſame Haus fiel, denn die Sonne ging für die Bewohner deſſelben etwa um dieſe Zeit unter. Man ließ ſich auf Bänken am Ufer des Sees nieder, der ſich allmälig mit einer dünnen Nebelhülle
überzog, und blickte mit ſtummer Bewunderung nach dem
ſchwarzen See hinab und zu dem Schneegipfel des Ben Arcle hinauf, der oben in der Luft, wie tief unten im wiederſpiegelnden Waſſer in roſigem Schimmer glühte. Die lautloſe Stille um ſie her, die erhabene Majeſtät und Größe der hochländiſchen Natur ſtimmte alle Anweſenden ernſt und feierlich, und ſo verſtummte an dieſem Abend die heitere Unterhaltung und gab nur den Gefühlen Aller angemeſſenen Betrachtungen Raum, wie ſie ein ſolcher Ort ſo natürlich hervor⸗ zurufen pflegt.
Mary Ferguſon hatte für die Bequemlichkeit ihrer


