ehrenwerthen, ehemaligen Pfarrers. Ach! wie tref⸗ fend und genau hatte Percy ihn mir geſchildert! Würde, menſchenfreundliche, gedankenvolle Würde lag in ſei⸗ ner Miene und in ſeiner Haltung. Aber die Jahre und die mannichfachen Leiden, die über ſeinen Scheitel dahingegangen und ſeine Haare gelichtet, hatten auch dieſe feſten, männlichen Züge, zwar nicht abgeſpannt, aber doch weicher, ich möchte ſagen, wehmüthig ge⸗ macht. Ein Ausdruck tiefen Schmerzes lag in den ehrwürdigen Falten um ſeinen Mund, und ſein ſonſt ſo freundlich blickendes, wohlwollendes Auge ſchaute
mich ernſt mit dem ſtill getragenen Bewußtſein ſeines
verlorenen Glückes an. Er trug ein langes, ſchwarz⸗ ſammetnes Hausgewand, welches ſeiner hohen Figur
etwas Impoſantes verlieh, aber ſeinen Schultern
ſchien eine unſichtbare und zu ſchwere Laſt aufgebür⸗ det zu ſein, denn ſie hingen etwas nach vorn gebeugt, ſo wie auch ſein leicht geſenkter Kopf eine gewiſſe Er⸗ gebung andeutete, die bei ſeinem ſtillen Weſen eben ſo natürlich wie würdevoll erſchien. Was mir aber auf den erſten Anblick die feſte und freudige Ueberzeugung gab, Sir Robert Graham's Geiſt und Herz erliege
noch nicht den Schlägen ſeines Geſchicks... das war die freie, kräftige, männliche Stirn, auf deren
reiner und breiter Wölbung das feſteſte Gottvertrauen,
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