Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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ren und gereinigteren Elemente, in einer Aetherluft

war es ſo wonniglich lau, ſo erquickend, ſo bezau⸗ bernd freundlich in dieſer balſamiſchen Abendluft, daß ich von Zeit zu Zeit mit meinem ſchnuppernden Pferde anhielt und in tiefes Anſchaun der um mich liegen⸗ den weiten Strecken verſunken blieb.

Ich hätte nicht geglaubt, daß in der windſtillen Atmoſphäre etwas ſo materiell Berauſthendes liegen könne, wenn ich es jetzt nicht ſelbſt empfunden, denn 1 ich hatte bis jetzt nie, auch in wärmeren Himmels⸗ 6 ſtrichen nicht, einen ſo vollkommen ſchönen Abend er⸗ lebt. Ich bewegte mich wie in einem neuen, feine⸗

abgeſchiedener Geiſter, liebender Seelen und in Fült⸗ licher Seligkeit berauſchter Her rzen.

Aber vielleicht war auch mein Inneres in dieſem Augenblicke vorbereitet, ſo wonnigliche Sneſmdungen in ſich aufzunehmen. Ich war auf dem T Wege nach einem holden Weſen begriffen, das ich bisher nicht finden konnte, und welches mir darum nicht weniger theuer war, weil ich es noch nie geſehen hatte. Ach! gerade, weil es ein unbeſtimmtes Suchen nach einem unbekannten Gegenſtande war, ſtimmte es mich um ſo wehmüthiger, regte es mich um ſo leidenſchaftlicher auf und verbaphalie den Wunſch in niir, es zu finden.