Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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— fragte der Direktor,— das iſt mir lieb, Sie werden uns damit einen großen Dienſt leiſten.

— Im Gegentheil,— erwiderte artig der Prinz von Dänemark,— Sie werden mich verbinden, wenn Sie mir Ihre Gewogenheit durch Uebertragung dieſer ſchönen Rolle zu erkennen geben. Ich habe oft ſolche Rollen geſpielt und denke ſie noch öfter zu ſpielen. Geben Sie her, Herr Doktor!

Der Oberarzt gab die verlangte Rolle und die Sache war wider Erwarten ſchnell abgemacht. Doch konnte ich bemerken, daß mehrere der Irren einen ver⸗ wunderungsvollen und zurückhaltenden Blick auf den⸗ jenigen warfen, der ſich ſo leicht der Ausführung ei— nes künſtlichen Wahnſinns unterzog, ein Beginnen, welches vielleicht wenig Nachahmer unter ihnen ge⸗ funden hätte.

— Jetzt kommt Edmund, der Baſtard des Gra⸗ fen Gloſter, Gentlemen,— fuhr der Direktor fort und blickte ziemlich ſcharf nach dem Lieutenant hin⸗ über. Dieſe Rolle dürfte mit gewiſſen Mitteln nicht ſchwer auszuführen ſein. Edmund iſt, was man einen geborenen Böſewicht nennt. Da aber der dieſe Rolle darſtellende Schauſpieler dieſen Charakter nicht für ſich ſelbſt, ſondern eben nur für ſeine Rolle in An⸗ ſpruch nimmt, ſo iſt bloß ein keckes, lautes Weſen,