Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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Wie ich faſt die ganze Reiſe ohne Begleiter zu⸗ rückgelegt, ſo war ich auch diesmal allein; aber mein Herz, noch erfüllt von den Wundern des Hochlan⸗ des, wurde getragen von den ſchönen Naturſcenen, die mich umgaben, und ich fühlte mich ſo frei und leicht und der kommenden Stunde ſo ruhig ergeben, wie der Vogel, der in den Lüften ſchwebt und gelaſ⸗ aag und Nacht wechſeln ſieht, da er gewiß iſt, an jenem ſeine nothwendige Nahrung und in dieſer ſein beſcheidenes Obdach zu finden. Eiine ſolche, durch eine ſchöne Gegend führende, einſame Wanderung gewährt einer genügſamen Seele einen hohen Genuß, wenn gleich die Geſellſchaft mit ien vertrauten und gleichgeſtimmten Freunde Vor⸗ zuge hat, die ich nicht beſtreiten will. Ich kenne aus Erfahrung Beides und weiß in der That nicht, was ich im Allgemeinen vorziehen ſoll, denn das ge⸗ ſellige Reiſen bietet auch oft Unannehmlichkeiten dar, die ein für ſich allein Reiſender nie kennen lernt. Indeſſen kommt es wohl auf das Gemüth und die Geiſtesbildung deſſelben zumeiſt an. Kann er ſich hin⸗ reichend auf ſeinen Wanderungen beſchäftigen, hat ſein Inneres genug Vorrath zur Reiſe geſammelt und ſucht: nicht allein aus der Unterhaltung Nahrung, end⸗ iich aber, hat er außer dem Vergnügen, welches die