Teil eines Werkes 
4. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

336

kleideten und ſagte ſanft und mit ergreifend herz⸗ lichem Tone:

dun Herr! Da ſind wir ja wieder bei Ihm! Siehſt Du, er ſchläft noch immer ſo ſanft und feſt wie dannts als wir ihn hierherbetteten. Meinſt Du nicht auch?

Ja, Alfred, erwiderte der Andere,er ſchläft noch immer ſanft and feſt auf ſeinem Lieblings⸗ platze und ein Jühr iſt ſchon verſtrichen und ſomit die Spanne! Zeit wieder kürzer geworden, die uns von ihm trennt.

Du haſt wohl Recht, aber daran mußt Du nicht

denken, alter Herr, das verbittert ja die ſüßeſten Stun⸗ den. Begnügen wir uns, zu denken, daß ihm wohl iſt und daß er in unſern Herzen noch eben ſo friſch und warm lebt wie damals, als er mit uns den Lenz⸗ berg erſtieg und ſein Auge an der blauen See, dem goldklaren Himmel und dem grünen Heimatlande wei⸗ dete. Der gute Carling! Sieh, da liegt ſein altes Haus und da weiden ſeine Kühe und Schaafe, ſelbſt der alte Schäfer mit dem lahmen Hunde iſt noch da⸗ bei er aber, er liegt hier unter uns und ſieht nur mit unſeren Augen, was ihn ſo oft erquickt und erho⸗ ben hat, wenn ſeine arme Bruſt die bitterſten Schmer⸗ zen empfand. Doch laß uns von dieſem Geſpräche