Teil eines Werkes 
5. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
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Einige Augenblicke ſpäter trat der Nordamerikaner, von ſeinem Bekannten, dem Finanzminiſter, geführt, in den Audienzſaal, und bald darauf war er vorgeſtellt und mit ſeinen Kollegen bekannt gemacht.

Stumm, nicht aus Diplomatie, ſondern vor Ver⸗ wunderung, ſtanden Alle, als ſie dieſe edle, ſchön gewach⸗ ſene kräftige Geſtalt ſahen, die, wie die Ceremonie es vorſchrieb, in einen höchſt eleganten ſchwarzen Frack mit weißer Weſte und weißem Halstuche gekleidet war, wäh⸗ rend die ſchöngeformten Beine mit ſchwarzſeidenen Strümpfen und Schnallenſchuhen bedeckt waren, von denen eine jede von einem Brillanten funkelte. Sonſt trug er nicht den geringſten Schmuck an ſich. Selbſt ſein Degen war der einſache, kleine Hofdegen, wie ihn heut zu Tage alle Kavaliere bei königlichen Feſten tragen. Unter dem linken Arme hielt er den kleinen Faltenhut und in der Rechten eine ſchwarze Sammttaſche, in welcher ſein Be⸗ glaubigungsſchreiben enthalten war.

Mit einer Anmuth ohne Gleichen und dem freund⸗ lichſten, offenſten Lächeln verbeugte er ſich vor den Ge⸗ ſandten, wie ein Mann, der alle Tage vor Königen zu ſtehen geboren iſt. Als die Vorſtellung zu Ende war, blieb er ruhig ſtehen, ohne ſich über die feſten und neu⸗ gierigen Blicke zu verwundern, die auf ſeinen eben ſo edeln wie ſchönen Geſichtszügen gewurzelt blieben.

Namentlich war die Sympathie des Türken erregt, er Der Inſelkönig. v. 11