Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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perſönliche vornehme Bekanntſchaft zu machen gedachten. 8 Waldau war nur als Zuſchauer geladen, denn ſein ern⸗ ſtes, in der letzten Zeit mehr als je zurückhaltendes und

brütendes Weſen eignete ſich weniger zur Uebernahme einer

Rolle, bei deren Darſtellung der viel zu viel mit ſich ſelbſt beſchäftigte Architekt aus ſeiner beſchaulichen Lebensweiſe hätte herausgehen müſſen. Felir hatte auf Iudiths aus⸗ drückliches Begehren die Leitung der muſikaliſchen Auſ⸗ führungen übernehmen müſſen, und er war wie die Uebri⸗

gen mit ſeinem Männerchor und ſeinem Orcheſter auf das

Eifrigſte beſchäftigt, ſeiner Kunſt Geltung zu ver⸗ ſchaffen.

Wir haben von Lambecks eigener Mitwirkung noch nichts geſagt, und freilich wäre ſein Eifer, ſein geheimniß⸗ volles, beinahe dämoniſches, im Stillen fortſchreitendes Arbeiten an der künſtleriſchen Vollendung ſeiner Aufgabe am ſchwierigſten darzuſtellen. Er war der glückliche Meiſter des wegen ſeiner Schönheit und Erfindung nicht nur allgemein angeſtaunten, ſondern auch wegen der nie geſehenen Farbenpracht bewunderten Bildes, das, in Tem⸗ pera⸗Manier gemalt, viele Wochen lang in einem ſeiner Zimmer allen Kunſtliebhabern ausgeſtellt geweſen war. Wie er ſich und ſeine früheren Leiſtungen kannte und rich⸗ tig würdigte, was eine ſeltene Erſcheinung bei einem ſol⸗

chen Künſtler iſt, ſo wußte er auch dies Mal, was er den

Augen der kritiſchen Welt vorgeführt hatte, und er lachte