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„Ja, wir Beide,“ wiederholte Emma.„Uebrigens
kennt Sie mein Vater doch ſchon—“
„Mich? Sie irren oder ich— ich träume.“
„Träumen Sie heute Nacht, wovon Sie wollen,“ ſcherzte Judith—„heue Abend aber verbitten wir uns Träume und Schläfrigkeit— Sie ſheinen in der That noch auf dem Meere zu ſchwimmen—
„Gedanken ſind oft Meere, Judith—⸗
„Um Gotteswillen, ſchweigen Sie! Emma bekommt
einen ganz falſchen Begriff von Ihnen— hören Sie lie⸗ ber, was ſie jetzt ſagt—“ „Ja,“ ſprach dieſe,„mein Vater hat Sie in jenem Bilde geſehen. Und die Schönheit, die Wahrheit jenes Bildes, wie er ſagt, hat einen ſo wunderbaren Eindruck auf ihn gemacht, daß er nachher im Stillen, wie ich weiß, Thränen darüber vergoſſen hat.“
„Thränen, mein Fräulein?“
„So iſt es! Mein armer Vater leidet ſeit einiger Zeit an Nervenſchwäche. An jenem Tage war das Uebel gerade ſehr arg. Da ihm das Bild nun gefallen hat—⸗
„Aber wiſſen Sie das ſo beſtimmt, mein Fräulein?“
„Gewiß weiß ich das— ſo, ſo wollen wir es ihm zu ſeinem Geburtstage heimlich mit lebenden Perſonen vorführen.“
„Kein Menſch aber darf davon ein Wort wiſſen,“
unterbrach Judith—„nur wir und der Maler des Bil⸗


