Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

] 466

in dieſem Augenblicke enpfſben, ſondern ſich ſelbſt am meiſten. Still erlaulen Sie mir nur wenige Worte, denn ich möchte dieſen rührenden Auftritt nicht ungebührlich verlängern. Mein Sohn hat mir ge⸗ ſagt, wie Sie in Bremen gelebt, was Sie unſretwegen daſelbſt zurückgelaſſen und wie Sie ſich nur mit Opfern dazu entſchloſſen haben, das Haus in der Fremde mit dem in der Heimat zu vertanſchen. Ich möchte nun gern, daß Ihnen auch dies Haus in ow Fremde eine Heimat würde, darum habe ich in daſſelbe verpflanzt, was Sie in natürlicher Beſcheidenheit davon entſernt gehalten haben. Rachel iſt Ihr Eigenthum, denn Sie haben ſich das größte Anrecht auf ſie erworben, und Rachel ſoll von dieſem Augenblicke wieder mit Ihnen unter einem Dache wohnen. Das iſt Alles, was ich Ihnen zu ſagen habe, und ich hoffe, daß Sie mit meinem Entſchluſſe, der die Billigung meiner Kinder hat, zufrieden ſein werden.

Zufrieden, gnädige Frau, ſchluchzte Joſeph, der ſeine Thränen nicht mehr zurückhalten konnteo Sie beglücken mich, wie mich noch Niemand beglückt hat. Doch was ſoll ich Ihnen und Ihren Kindern ſagen ich vermag in dieſem Augenblicke nur zu ſchweigen und mit neuem Muthe den Entſchluß zu faſſen, mit allen meinen Kräften und Fähigkeiten