Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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nichts weiter beabſichtigt, ſo hielt er ſich dicht hinter dem letzten Pferde, einem kleinen Grauſchimmel, wel⸗ chem die Ehre zu Theil geworden war, die ſchöne junge Dame auf ſeinem Senkrücken zu tragen. Dieſe, die Augen etwas ängſtlich auf die ſich unabläſſig bewe⸗ genden Ohren ihres Thieres gerichtet haltend und da⸗ bei von Zeit zu Zeit den ſich immer dunkler färben⸗ den Himmel muſternd, hatte keine Urſache gehabt, einen Blick rückwärts zu werfen. Schweigend zog die Karavane den von Strecke zu Strecke enger und ſteiler werdenden Weg dahin, und die vorſchreitenden Führer bemühten ſich immer auffälliger, ihre Pferde in den ſtärkſten Schritt zu ſetzen, denn ihnen mochte es noch weniger unbekannt ſein als dem jungen Manne, der den Zug ſchloß, was für ein Unwetter im Anzuge ſei, noch dazu während ſie mit zahlreicher Damenge⸗ ſchaft auf dem beſchwerlichen Wege nach dem klei⸗ Winterberg ſich befanden. Plötzlich grollte den Reiſenden von der linken ber ein ziemlich naher Donner in's Ohr, und ich darauf fuhr ein blendender Blitzſtrahl zur Erde dem ein Geknatter und Sauſen folgte, als wäre zutzend Tannen von ihm umgeworfen. Unter iden ſchien alsbald eine Art Verwirrung aus⸗

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zu wollen; die kleinen Pferde blieben theil⸗