Teil eines Werkes 
4. Theil (1856)
Entstehung
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wurden ein öſterreichiſcher und ein preußiſcher General als Commiſſarien in die Herzogthümer geſandt und ihnen theils duxrch Verſprechungen, theils durch Drohungen die Dautſche Kette angelegt. Die Ver⸗ ſprechungen, als ſie zur diplomatiſchen Durchſicht ka⸗ men, erklärte Fürſt Schwarzenberg für nichtig, weil nach ſeiner Erklärung die Commiſſarien ihre Voll⸗ macht überſchritten hatten, und ſo blieben die Drohun⸗ gen allein übrig. Oeſterreich's Truppen, von zwei preußiſchen Bataillonen, die in Rendsburg blieben, dem Namen nach unterſtützt, rückten im December 1850 in die Herzogthümer ein und die ſchleswig⸗ holſteiniſche Armee legte die Waffen nieder, wozu Preußen mit blutendem Herzen, aber gezwungen durch die äußeren Umſtände, ſeine Beiſtimmung gab. Das war die Strafe, die Rußland über Preußen verhängt, weil es Diejenigen zwei Jahre lang bekämpft, die es ſelbſt beſchützt hatte. Preußen hat dieſe ſeltſame Ver⸗ kettung jetzt klar liegender Verhältniſſe ein edles und großes Herz gekoſtet; in nie geahntem und allzu tief empfundenem Schmerz über die für unmöglich gehal⸗ tene Verwicklung ſeines ruhmreichen Vaterlandes brach es, aber die Nemeſis, die über Völker wie über Men⸗ ſchen waltet und gebietet, rächte es, indem ſie wenige Jahre ſpäter über Diejenigen ſelbſt einen verwüſten⸗