Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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ſelbſt beſchützter Inſeln, wie in dem ſchlau angelegten Gaukelſpiele geheimnißvoll wühleriſcher Umtriebe, hatten ſie keinen Feind, alſo keinen Widerſtand, mithin auch keine Niederlage zu fürchten. Die deutſchen Reichs⸗ truppen hatten mit ihnen zugleich die Herzogthümer räumen müſſen und waren, wenn auch murrend und grollend, an ihren heimatlichen Heerd zurückgekehrt; Schiffe beſaßen die deutſchen Regierungen nicht, um frei im Meere ſchwimmende Inſeln zu behüten wen hätten die Dänen alſo fürchten ſollen? Doch wohl nicht die paar Bataillone ſüddeutſcher Reichs⸗ truppen, welche die Lazarethe bewachten, oder die zwei Schwadronen Hanſeaten, die eine Art Landpolizei bildeten? Vor der ſchleswig⸗holſteiniſchen Armee ſelbſt, die ſich erſt allmälig zu ihrer ſpäteren Vollkommen⸗ heit entwickelte und die ſie immer noch als einen un⸗

geordneten Haufen rebelliſcher Bauern zu betrachten

liebten, hatten ſie viel zu wenig Achtung, um den vortrefflichen Kern zu würdigen, welcher derſelben zu

Grunde lag; bisher wenigſtens, wo ſie noch mit ihr

zuſammen gerathen, waren ſie immer an Zahl bei Weitem überlegen geweſen, und ſo, glaubten ſie, würde es bleiben und der Sieg über dieſe Rebellenſchaar ſtets eine leichte Sache ſein. So ließen ſie denn ihren Gelüſten freien Lauf, beſetzten trotz des Waffenſtill⸗

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