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laſſen zu erröthen, als er das ehrliche Geſicht des Fragenden und ſeine drohende Miene erblickte, der ſeine Rede ſogleich damit ergänzte, daß er hinzuſetzte: „Ihr raubt Menſchen— und das will Seine Maje⸗ ſtät der König von Dänemark nicht.“ 8
„Hat er es Euch vielleicht ſelbſt geſagt— he?“
„Ja, er hat es mir eben ſo gut geſagt, daß Ihr mir nicht meine Knechte nehmen ſollt, wie Euch,
daß Ihr ſie nehmen ſollt. Wie ſoll ich leben, wenn
ich keine Hände habe zur nöthigen Arbeit?“
„Still! Halt Er's Maul, ſonſt werden wir es Ihm ſtopfen, wenn Er es zu weit aufreißt. Und jetzt auf⸗ gemerkt, Mann!— Kennt Ihr einen Schriftſteller und Zeitungsſchreiber Henrik Paulſen?“
Rasmus ſchaute bei dieſen Worten hoch auf,
ſchwieg aber eine Weile ſtandhaft, denn er beſann
ſich auf die paſſendſte Antwort. Endlich ſagte er feſt und bieder:„Ja, ich kenne ihn, denn er hat bei mir gewohnt und ich bin ſein Pächter. Ob er aber ein
Zeitungsſchreiber iſt, wie Ihr ſagt, iſt mir nicht be⸗
kannt.“ 4 „Und wo iſt dieſer Henrik Paulſen?“ „Seit einigen Tagen nach dem Süden abgereiſt.“
„Iſt das wahr?“


