Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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blick, ihr Kopf aber behielt ihre Gedanken und ihre Gliedmaßen ihre Beweglichkeit. Leiſe, aber blitzſchnell den an ihrer Seite befindlichen Riegel der Thür vor⸗ ſchiebend, flog ſie wie ein Pfeil nach der Eingangs⸗ thür des Zimmers ihres Oheims herum, drehte den Schlüſſel, der glücklicherweiſe außen im Schloſſe ſteckte, behutſam um und lief, bebend vor Schreck und doch aller ihrer Sinne mächtig, auf den von den Fackeln der Fabrikleute erhellten Hof hinaus. Sie kam eben daſelbſt an, als der Baron ſich Herrn Hübner genã⸗ hert hatte, demſelben die Hand reichen und einige Worte ſprechen wollte.

„Mein Oheim!— Herr Hübner!“ lauteten ihre erſten, mehr hervorgeſtoßenen als geſprochenen Worte —„Diebe, Diebe!— In Deinem Zimmer!“— Mehr konnte ſie nicht ſagen; denn jetzt erſt, nachdem ſie dieſe Pflicht erfüllt, fühlte ſie die dem heftigen Schreck und der Aufregung folgende Erſchöpfung und lehnte ſich leicht an die alte Hanne an, die ſich dicht an ihren Herrn gedrängt hatte.

Kaum aber waren dieſe wenigen Worte ihren er⸗

bleichenden Lippen entſchlüpft, ſo wandte ſich Herr

Hübner von dem Gegenſtande ſeiner bisherigen Auf⸗

merkſamkeit ab und auf die Sprechende zu. Aber im