Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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munter war, dem gnädigen Fräulein ſeinen freund⸗

lichſten Gruß ſagen zu laſſen. Als er fort war, nahm der Baron noch einmal die Zeitung zur Hand und las die ſchon am vorigen Abend geleſene Erzählung der Gaunerei des Grafen Zaretta, die wir, da ſie uns bereits bekannt und in allen Einzelnheiten leicht erklärlich iſt, hier nicht zu wiederholen brauchen. Der alte Edelmann war erſtaunt über dieſe Nichtswürdig⸗ keit, die Vollendung in der Verſtellung und namentlich über den Anſtrich von vornehmem Weſen, den ſich der Slavonier gegeben hatte; was ihn aber am meiſten ärgerte, war, daß ſeine Söhne ſich hatten von einem Menſchen blenden und verführen laſſen, der

ſeiner Meinung nach Nichts vom inneren Weſen des

Adels beſaß, vielmehr nur ſeinen äußeren Schein an⸗ genommen und damit ſo unheilvoll gewirkt hatte. Von Herrn Hübner, der in der Zeitung mehrmals ge⸗ nannt war, bekam er dagegen eine immer höhere Meinung nnd bewunderte im Stillen das richtige Ge⸗ fühl und die untadelhafte Denkweiſe, die derſelbe an den Tag gelegt hatte, wobei er ſich erinnerte, daß ſeine Nichte ſchon längſt dieſen ſeltenen Mann mit ihrem natürlichen Scharfblick ſo richtig beurtheilt hatte.

Als er mit dieſer Betrachtung zu Ende gekommen, ſchickte er zum Förſter Tellkamp und ließ ihn zu ſich