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rief er laut aus,„wie wahr haſt Du mir die Zukunft vorhergeſagt! Ja, Deine Brüder haben ſich ſchwerer an mir verſündigt, als Du, und ſie haben Dich an meinem eigenen Herzen gerächt. O, könnte ich acht⸗ zehn Jahre meines Lebens rückwärts ſchreiten, ich würde ein anderer Vater, ein anderer Menſch, ein Glücklicher, ein ſehr Glücklicher ſein. Ach, wer liebt mich jetzt, wo ich allein ſtehe! Kein Sohn iſt da, der mir ſeine Hand leiht, daß ich mich auf ſie ſtüůtze—“
„Aber eine Tochter!“ ſagte da plötzlich eine ſanfte Stimme hinter ihm.
Der Baron drehte ſich raſch herum und erblickte Marien, die ein ungeſehener Zeuge der langen Unter⸗ redung mit dem Doktor und des letzten Selbſtgeſprächs geweſen war, das ihm der Schmerz ausgepreßt hatte. Wie ſchon früher ſo oft, war ſie auch jetzt langſam und unbemerkt durch die kleine Tapetenthür in's Zimmer getreten, nachdem Freund Millinger den alten Herrn verlaſſen hatte.
„Marie!“ rief der Baron, vor Freuden in Thränen ausbrechend, die ihm der Schmerz nicht ausgepreßt, und ſie feſt in ſeine Arme ſchließend.„O, komm her, mein Kind, und küſſe mich. Ach, wäreſt Du meine Tochter—“ und er legte ſeine Rechte auf ihren ſchönen Kopf—„wäreſt Du die Gattin einer meiner


