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„Leider glaubte man, da er im Hauſe des angebli⸗ „lichen Grafen gewohnt, auch bei ihm Hausſuchung „halten zu müſſen, und da fand man denn ver⸗ „ſchiedene Dinge, die den Grafen, aber auch zu⸗ „gleich Ihren Herrn Sohn compromittirten—
„Was?“ kreiſchte der Baron.„Compromittirten? Meinen Sohn?“
„Unter anderen Dingen einen Brillantring, der erſt „vor wenigen Tagen einer vornehmen Perſon ge⸗ „ſtohlen worden war und den der geflüchtete Graf „ſeinem Freunde zum Andenken zurückgelaſſen hatte.
„Zum Andenken? Das iſt ein ſauberes Geſchenk! Und mein Sohn?— Leſen Sie raſch!“
„In Anbetracht Dieſes wollte man anfänglich Ih⸗ „ren Herrn Sohn verhaften, aber Herr Hübner lei⸗
„ſtete Bürgſchaft für ihn, und ſo iſt er in ſeiner
„Wohnung geblieben.
„Das vergelte ihm Gott— ich kann es nicht!“ ſeufzte der Baron, während dem Arzte die hellen Thränen über die Wangen liefen und er Mühe hatte, ſeine Rührung zu verbergen. Endlich las er weiter: „Die Unterſuchung geht ruhig ihren Gang, und „zeigt es ſich ſchon jetzt, daß Ihr Herr Sohn Nichts „als der Betrogene jenes Schurken iſt, der ſich ſei⸗ „nes unbegränzten Vertrauens bedient hat, um ihn


