Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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nicht, um ſich zu neuen Unthaten hinreichend geſtärkt zu fühlen. Auch der Graf legte ſich auf die andere Seite in ſeinem üppigen Lager und Beide ſchliefen ſo ruhig ein, als hätten ſie das lohnendſte Tagewerk vollbracht und als wiegte ſie das reinſte Gewiſſen in den unſchuldigen Schlaf.

Punkt acht Uhr aber ertönte der geſtellte Wecker über dem Haupte Starozza's und er fuhr ſchnell empor. Sein erſter Blick richtete ſich auf ſeine Uhr, der zweite auf eine Flaſche ſtarken Weines, die auf ſeinem Nachttiſche ſtand. Er goß ſich ein großes Glas davon ein und haſtig dazu ein Stück Brod, welches daneben lag. Das war ſein Frühſtück, und ein ähn⸗ liches nahm in dieſem Augenblick auch ſchon der Graf zu ſich, um ſich zu dem neuen und letzten Tagewerke in der deutſchen Reſidenz zu ſtärken.

Bald darauf fanden ſich Herr und Diener in dem

geheimen Gemache ein. Sie begrüßten ſich nicht,

ſondern gingen ſchweigend, ein jeder für ſich, an ihre Arbeit. Zunächſt wurde der eiſerne Geldſchrank, der auch ſchon verkauft war, geöffnet und einige Bündel Papiere in den Grund eines ſtark mit Eiſen beſchla⸗ genen Koffers gelegÄt. Sodann wurde das große in der Mitte des Zimmers ſtehende Schreibpult geöffnet und die darin enthaltenen tauſenderlei Gegenſtände