hals! Er hat es gewiß ſogleich in einen feuerfeſten Kaſten geſteckt!“
„Beinahe,“ erwiderte mit dem Kopfe ſchüttelnd
der Graf.„Er ſitzt davor und zählt ſeine Scheine. Dieſe Nacht wird er ſie wohl unter ſeinem Kopfkiſſen bewahren.“ „Höre mal,“ ſagte Georg und lehnte ſich vertrau⸗ lich an den Grafen,„mein Bruder kommt mir bis⸗ weilen vor wie ein Narr. Wenn der mit ſeinem Geiz und ſeinem Hochmuth nicht noch einmal in ein Irrenhaus ſpaziert, will ich nicht das Leben haben. Meinſt Du nicht auch?“
Der Graf ſchauderte unwillkürlich zuſammen. Er wagte nicht, ſeinen gewöhnlich ſo frechen Blick zu dem ſo vertraulich Sprechenden und ihn Fragenden zu erheben.
„Das glaube ich kaum,“ ſagte er dann kalt, aber mit bebender Stimme,„vielmehr glaube ich, daß er ſich noch einmal eine Kugel durch den Kopf ſchieße wird, wenn er ſein Geld verlieren ſollte.“
.„Bewahre, das glaube ich nicht. Dazu hat er keinen Muth, er iſt nicht Cavalier genug dazu. Ehe der ſo ein Ding wie eine Piſtole in die Hand nimmt und gegen ſeinen Kopf richtet, habe ich mich zehnmal auf Tod und Leben geſchlagen. Denn ich bin ein


