Teil eines Werkes 
1. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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Davon verſtehen Sie nichts, Doktor, gar nichts. Laſſen Sie uns von dem Gegenſtande abbrechen. Ich habe keinen Beweis, daß Richard lebt, wohl aber Beweiſe, daß er todt iſt. Ich glaube alſo an ſeinen Tod.

Sie glauben nicht daran.

Ich werde es Euch beweiſen. Seht, noch in dieſem Jahre, am 28. Auguſt, erreicht mein Georg ſeine Volljährigkeit. An dieſem Tage vertheile ich das Vermögen meiner Frau an meine zwei lebenden Söhne und des Verſchollenen Antheil wird, da er eben verſchollen iſt, mit an ſeine Brüder fallen.

Wenn der Verſchollene nun aber wiederkäme und ſein Erbtheil in Anſpruch nähme?

Der Baron, in geheimer Aufregung befangen, die er dennoch ſo gut wie möglich zu verbergen ſuchte, lachte laut auf.Sie Thor Sie, ſagte er,als wenn mich das außer Faſſung bringen könnte! Bin ich ſo arm, daß ich aus meinem eigenen Vermögen ihm nicht den Verluſt erſetzen könnte, welchen er an dem ſei Mutter erlitten hat? Ich bin ein reicher Mann!

Das weiß ich. Aber Ihr eigenes Vermögen ge⸗ hört Ihrem älteſten Sohne eben ſo gut, wie das ſeiner Mutter er würde in dieſem Falle an ſeinem väterlichen Erbtheile geſchmälert ſein.